Betrunkener will mit Traktor auf die Autobahn

Ein 40-Jähriger wollte am Montagvormittag mit seinem Traktor von der B17 auf die A8 auffahren. Eine Streife der Autobahnpolizei stoppte ihn. (Foto: Christoph Maschke/Symbolbild)

Ein 40-Jähriger wollte am Montagvormittag mit seinem Traktor von der B17 auf die A8 auffahren. Eine Streife der Autobahnpolizei stoppte ihn.

Das für den Winterdienst umgerüstete Gefährt der Marke John Deere hatte mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 32 Stundenkilometer eigentlich schon auf der B17 nichts verloren. Wie sich herausstellte war der Traktorlenker an der Anschlussstelle „Messe“ verbotswidrig auf die B 17 aufgefahren, um im weiteren Verlauf an dem Autobahnkreuz Augsburg – West auf die A8 in Richtung München einzulenken.

Eine Streife der Autobahnpolizei konnte den 40-jährigen Lenker auf Höhe der Betriebszufahrt zur Straßenmeisterei Gersthofen anhalten. Hinter dem Traktor fuhr die ganze Wegstrecke über ein Arbeitskollege des Traktorfahrers, um den leicht zu übersehenden Langsamfahrer offenbar mit seinem Auto nach hinten „abzusichern“.

Während der Kontrolle des 40-Jährigen bemerkten die Beamten Alkoholgeruch, ein freiwilliger Alkotest ergab anschließend einen Wert von knapp 1,8 Promille. Sein Führerschein wurde sichergestellt und eine Blutentnahme durchgeführt.

Auf Nachfrage, warum er denn mit seinem nicht autobahntauglichen Gefährt ausgerechnet diese Strecke gewählt habe, gab der Fahrer an, dass er sich ganz einfach nur verfahren habe auf dem Weg zu seinem Zielort in Lechhausen.

Wegen seiner ausgefallenen Routenwahl muss sich der Traktorfahrer nun primär wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten, der begangene Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung fällt im Vergleich hierzu kaum mehr ins Gewicht, da es sich hierbei nur um eine, wenn auch durchaus gefahrenträchtige Ordnungswidrigkeit handelt.
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