Blitzmarathon beendet: Gurtmuffel und Raser zur Kasse gebeten

Der Blitzmarathon ist beendet und die Polizei zieht ein vorläufiges Fazit: Von 15.290 kontrollierten Fahrern wurden 537 beanstandet. Spitzenreiter ist ein Raser, der bei erlaubten 60 Stundenkilometer mit 117 Sachen unterwegs war. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke


Der Blitzmarathon ist beendet und die Polizei zieht ein vorläufiges Fazit: Von 15.290 kontrollierten Fahrern wurden 537 beanstandet. Spitzenreiter ist ein Raser, der bei erlaubten 60 Stundenkilometer mit 117 Sachen unterwegs war

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An 61 Kontrollstellen hat die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums Schwaben Nord am Donnerstag den Verkehr unter die Lupe genommen. 193 Polizeibeamte regiestrierten insgesamt 15.290 Fahrzeuge - etwa 20 Prozent mehr, als beim letztjährigen Blitzmarathon. Davon wurden 537 Fahrzeugführer beanstandet. Mit ca. 3,5 Prozent war die Beanstandungsquote im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsverstößen um einen Prozentpunkt höher als im September 2014 beim Blitzmarathon.

Die eklatanteste Geschwindigkeitsüberschreitung wurde auf der Kreisstraße A12 im Bereich Biberbach OT Feigenhofen (Landkreis Augsburg) festgestellt. Dort sind 60 Stundenkilometer erlaubt, der Fahrzeugführer war mit 117 Stundenkilometern unterwegs. Auf ihn kommen 240 Euro Strafe, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot zu.

Neben den Geschwindigkeitsmessungen wurden bei der Aktion zudem allgemeine Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden hierbei 168 Beanstandungen ausgesprochen, die zu drei Strafanzeigen, 122 gebührenpflichtigen Verwarnungen und 43 Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen geführt haben. Hauptsächlich waren dies das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, die Benutzung von Mobiltelefonen oder defekte Beleuchtungseinrichtungen an den Fahrzeugen.

Zudem wurde im Stadtgebiet Augsburg an einer Messstelle an der Berliner Allee gegen 20 Uhr ein Kleinkraftradfahrer festgestellt, der unter Alkoholeinfluss (0,82 Promille) stand. Im Rahmen der Kontrolle stellte sich außerdem heraus, dass der 43-jährige Lenker des Kleinkraftrades nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für das Kleinkraftrad war, dieses auch unbefugt gebrauchte und vom Amtsgericht Augsburg mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme durchgeführt und anschließend wurde der 43-jährige in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Bei einer weiteren Messstelle in der Hans-Böckler-Straße in Augsburg wurde ein Auto, das mit einem 18-jährigen Fahrzeugführer und einem 19-jährigen Beifahrer besetzt war kontrolliert. Beim Fahrer konnten drogenspezifische Auffälligkeiten festgesellt werden und zudem konnten beim Fahrer und beim Beifahrer eine geringe Menge Marihuana gefunden werden. Der Fahrer muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Führen eines Kraftfahrzeuges unter Drogeneinfluss verantworten. Den Beifahrer erwartet ebenfalls eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Die kontrollierten und beanstandeten Fahrzeugführer wie auch unbeteiligte Dritte reagierten laut Polizei mehrheitlich positiv auf die verstärkten Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und äußerten bei Gesprächen Verständnis für die polizeiliche Aktion. Insgesamt haben sich die Verkehrsteilnehmer auf die verstärkten Kontrollmaßnahmen eingestellt. "Die Autofahrer haben sich spürbar moderater und rücksichtsvoller verhalten, als an ,normalen' Tagen und ihre Fahrgeschwindigkeit reduziert. Insofern war dies der erste Schritt zur Erreichung einer generellen Einstellungs- und Verhaltensänderung", ist die Polizei mit dem Blitzmarathon zufrieden.
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