Brandaufklärung, die Spaß macht

Feuerwehr-Erlebniswelt Die Einrichtung der Feuerwehr-Erlebniswelt soll nun bald beginnen. Entwürfe zeigen, wie die Erlebniswelt im Einzelnen aussehen soll. Foto: Förderverein der Feuerwehr-Erlebniswelt

Sich amüsieren und dabei etwas über lebenswichtige Verhaltensweisen lernen - das soll das Ziel der Feuerwehr-Erlebniswelt sein. Pläne für das Projekt gibt es schon seit einer Weile, doch bislang war die Umsetzung immer wieder an der Finanzierung und der Suche nach einem geeigneten Standort gescheitert. Nun aber rückt die Erlebniswelt in greifbare Nähe.

Die Attraktionen in der deutschlandweit einmaligen Erlebniswelt sollen Neugierde und Abenteuerlust wecken und die Besucher damit für das Thema Feuer sensibilisieren. Unter dem Motto "Erleben - Begreifen - Lernen" soll eine Brandschutzaufklärung erfolgen, die gleichzeitig Spaß macht.

Frank Habermaier, Leitender Branddirektor der Berufsfeuerwehr Augsburg und Vorsitzender des privaten Trägervereins, hat eine genaue Vorstellung, was dort alles geboten sein wird. Kinder sollen spielerisch lernen, wie Brände entstehen, wie man sich im Brandfall verhält und wie die Arbeit der Feuerwehr aussieht. Bei praktischen Übungen wie Zielspritzen mit einem richtigen Feuerwehrschlauch, einer virtuellen Fahrt im Feuerwehrauto oder Rutschen an der Feuerwehrstange sollen die Kleinen Zugang zum Thema finden. Mit Hilfe von Vorführungen, Infoständen und -tafeln soll dann das theoretische Wissen vermittelt werden.

Für Erwachsene ist unter anderem ein "verrauchter Raum" geplant, in dem gefahrlos die Orientierungslosigkeit bei Rauchentwicklung simuliert werden kann. Außerdem soll es eine Feuerwalze und einen begehbaren Rauchmelder geben. In einem gläsernen Becken sollen die Besucher auch Feuerwehrtauchern zusehen können.

Neben der Rubrik "Abenteuer" stellt Habermaier sich zudem großflächige Ausstellungsräume und einen Seminarbereich für Schulungen und Fortbildungen zum Thema Sicherheitstechniken vor. Firmen oder Behörden sollen dort ihre Mitarbeiter schulen können.

Diese Vision besteht schon seit Langem, doch die Umsetzung hat sich bisher wieder und wieder verzögert. Zwei Standorte waren bereits in der engeren Auswahl des Trägervereins, aber sowohl in Inningen als auch in Gersthofen scheiterte es letztlich an der Finanzierung. Auch eine Fabrikhalle von Manroland stand schon länger zur Diskussion. Nun gibt es einen Investor, der die alte Halle sanieren und an den Verein vermieten will.

"Der Investor und der Verkäufer sind bereit, die Konditionen sind klar. Beide warten nur noch auf ein Nicken von uns", berichtet Habermaier. "Zur Zeit gibt es noch einige Punkte, die wir mit der Bank klären müssen, bevor wir unser Okay geben können. Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir die Anforderungen der Bank erfüllen."

Denn bei der finanziellen Situation des Vereins hat sich in den letzten Monaten ebenfalls einiges getan. Dank vieler Spenden verfügt der Verein nun über ein Budget von rund einer viertel Million Euro. 10 000 Euro hat alleine ein Logistikunternehmen aus Gersthofen kürzlich gespendet. "Mit diesem Eigenkapital sollte einem Darlehen nichts im Wege stehen", ist sich Habermaier sicher. "Trotzdem sind wir auch weiterhin dankbar für Spenden und Sponsoren."

Der Vorsitzende hofft, noch vor den Sommerferien alles Nötige zu regeln, so dass einer Verwirklichung des Projektes schon bald nichts mehr im Wege steht.
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