Brandstifter der FOS in Untersuchungshaft

In der Herrentoilette der FOS Augsburg hatte es Ende Februar gebrannt. (Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg)
Die Ermittlungen zu den Bränden in der Augsburger FOS waren erfolgreich: Ein 18- und ein 21-Jähriger sind dringend tatverdächtig, die beiden Brände absichtlich gelegt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage bestätigt.

Beim ersten Brand im Februar hatte auf der Herrentoilette ein mit Papiertüchern gefüllter Mülleimer gebrannt. Auch ein Toilettendeckel wurde in Mitleidenschaft gezogen und die komplette Toilette war anschließend verraucht. Der durch den Brand angerichtete Schaden wird auf 10 000 Euro geschätzt, ein 15-jähriger Schüler war mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur vorsorglichen Behandlung ins Klinikum gebracht worden.

Der zweite Brand war in der Reischleschen Wirtschaftsschule. Hier wurde offenbar eine Plastikflasche in Brand gesetzt, wobei die Herrentoilette durch überwiegende massive Verrußung beschädigt wurde. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Toilettenkabinen konnte aber verhindert werden.

"Hinweise und Auswertungen im Socialmedia-Sektor"

Aufgrund von "Hinweisen und Auswertungen im Socialmedia-Sektor" kam die Kripo Augsburg den zwei jungen Männern auf die Spur, die dringend tatverdächtig sind, die beiden Brände absichtlich gelegt zu haben.

Beide sind Schüler der geschädigten Einrichtung und wurden vergangenen Freitag, gegen 22 Uhr, vorläufig festgenommen. Sie wohnten jeweils auch noch bei den Eltern in Hochzoll-Süd beziehungsweise Hochzoll-Nord und wurden dort auch festgenommen. Während der 21-Jährige als Haupttäter gilt und keine Angaben zur Sache machen wollte, hat der 18-Jährige die Taten gestanden, wollte sich zum Motiv aber nicht äußern.

Das Duo wurde am vergangenen Samstag einer Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Augsburg zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Diese hat den von der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragten Haftbefehl wegen gemeinschaftlicher schwerer Brandstiftung in zwei Fällen gegen beide erlassen und in Vollzug gesetzt. Die Schüler befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.
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