Drogen für 5,2 Millionen Euro

Das Zollfahndungsamt entdeckte rund 80 Kilogramm Kokain in Grillkohle versteckt. Foto: Zoll

Das Zollfahndungsamt Hamburg entdeckte rund 80 Kilogramm Kokain in Grillkohle. Die Spur führte nach Fischach. Drei Verdächtige hat das Zollamt Augsburg nun gefasst.

Das Zollfahndungsamt Hamburg hat rund 80 Kilogramm Kokain in Grillkohle entdeckt, Straßenwert: rund 5,2 Millionen Euro. Die Spur führte die Ermittler zu einer Firma in Fischach im Landkreis Augsburg. Dort wurden in der vergangenen Woche drei Männer festgenommen.

Es war ein Container aus Paraguay, der Beamte der Ermittlungsgruppe „Hafen“ des Hamburger Zolls stutzig machte. Ihre Ahnung bestätigte sich: Als sie die Grillkohlesäcke, mit denen der Container beladen war, genauer betrachteten, entdeckten sie zahlreiche Holzkohlebriketts, die gepresstes Kokain enthielten – professionell zu je rund 100 Gramm mit einer Kohleschicht überzogen und unter die echte Grillkohle gemischt. Rund 80 Kilogramm Kokain kamen zum Vorschein. Das war im August.

Zwei Monate später berichtet das Zollamt Augsburg von dem spektakulären Fund, dem sich am Mittwoch auch ein Fahndungserfolg anschloss. Denn die Ermittler machten den Empfänger des Containers aus: die Firma aus Fischach.
Dort saßen die Hintermänner des Einfuhrschmuggels: Der 34-jährige Inhaber der Empfängerfirma sowie ein 61-jähriger und ein 48-jähriger Komplize.
In der vergangenen Woche wurden die erlassenen Haftbefehle gegen die drei Verdächtigen vollstreckt, die sich nun in Untersuchungshaft befinden. Dabei wurden auch die Geschäftsräume der Firma sowie die Wohnungen der drei Festgenommenen durchsucht.

Das Zollamt schreibt von „diversem Beweismaterial in Form von schriftlichen und elektronischen Aufzeichnungen“, das sichergestellt wurde. „Mit der Festnahme der Hintermänner im Zusammenhang mit diesem Kokainschmuggel konnte die Zollfahndung ihr primäres Ziel, nämlich die Bekämpfung mittlerer und schwerer Kriminalität und damit die Zerschlagung von Täterstrukturen, erfolgreich erfüllen. Solche Festnahmen sind der Schlüssel dafür, die internationale Rauschgiftkriminalität nachhaltig zu stören und zu bekämpfen“, sagte Niels Hennig, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg.
Das in der Holzkohle sichergestellte Kokain weist einen hohen Kokain-Wirkstoffgehalt von rund 90 Prozent auf. Die 80 Kilogramm Kokain haben einen Straßenverkaufswert von rund 5,2 Millionen Euro.

Unterstützt wurde das Zollfahndungsamt Hamburg durch Beamte des Zollfahndungsamtes München sowie das Hauptzollamt und die Kripo Augsburg.
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