Erheiternder Besuch

Patient Heinz Köhnlein (rechts) ist einer der wenigen nicht-dementen Patienten auf der VITA. Mit den Klinikclowns Dr. Schlaubi und Bella Donna hatte er aber genauso viel Spaß wie die dementen Patienten. Professor Edgar Mayr (links), Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, freut sich über das Engagement seiner Mitarbeiter für die regelmäßigen Besuche der Klinikclowns. Foto: Klinikum Augsburg


Auf der VITA, einer Station für Alterstraumatologie in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, sind die Hälfte der Patienten dement. Freude und Lachen sind hier nicht unbedingt Dauergäste. Die Klinikclowns sollen künftig für mehr Wohlbefinden sorgen.

Der selbst ernannte Mediziner Dr. Bonzo Schlaubi spricht jeden Tag mit Patienten, findet heraus, was ihnen fehlt und was er tun kann, damit es ihnen besser geht. Dabei ist Dr. Schlaubi gar kein richtiger Arzt, genauso wenig wie er Bonzo Schlaubi heißt und seine tischtennisballgroße Nase rund und rot ist. Dr. Bonzo Schlaubi und seine Partnerin Dr. Bella Donna sind zwei der Klinikclowns, die regelmäßig in die Kinderklinik Augsburg, Mutter-Kind-Zentrum Schwaben am Klinikum Augsburg, kommen, um schwerkranke Kinder zum Lachen zu bringen. Die positive Wirkung echten Lachens möchte Chefarzt Professor Edgar Mayr nun auch für seine Patienten nutzen. Eine der größten Stationen der Klinik ist die VITA, in der vor allem ältere Patienten mit Knochenbrüchen behandelt werden. Die alterstraumatologischen Patienten sind im Durchschnitt 80 Jahre alt. 45 Prozent von ihnen sind dement. Die Verweildauer auf der Station beträgt 16 bis 18 Tage. Der Besuch der Klinikclowns auf der VITA ist neben dem täglichen Besuch von ehrenamtlichen Mitarbeitern ein weiteres Angebot, um das Wohlbefinden der Patienten zu steigern. Laut Mayr hätten Studien ergeben, dass Lachen, Lieder und Aktivitäten das limbische System stimulierten, das für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist.

Dr. Schlaubi ist inzwischen ins Gespräch mit einem Patienten vertieft: "Ich war übrigens auch Arzt, als ich noch gearbeitet habe, Unfallchirurg", sagt der Mann. "Was?", ruft Dr. Schlaubi begeistert. "Dann können wir ja fachsimpeln. Ich bin Hirnchirurg. Manchmal werde ich aber zu einer OP gerufen - und dann ist da gar nichts." Das Lachen der beiden ist bis auf den Flur zu hören. (pm)
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