Falscher Kripobeamter

Die Polizei warnt vor einem falschen Kripobeamten, der persönliche Daten ausspähen will. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke

Die Kriminalpolizei Augsburg warnt vor Anrufern, die sich als Polizei- oder Kriminalbeamte ausgeben und sensible persönliche Daten auskundschaften wollen. Mindestens vier Augsburgerinnen hatten bereits das zweifelhafte Vergnügen.


Am Donnerstag, zwischen 21 und 23 Uhr erhielten vier Augsburgerinnen (48, 69, und 2 mal 74 Jahre alt) Anrufe eines angeblichen Polizei- beziehgunsweise Kripobeamten. In zwei Fällen nannte der Anrufer den Namen „Thomas Schwarz“. Den mutmaßlichen Opfern wurde mitgeteilt, dass zwei osteuropäische Einbrecher festgenommen worden wären. Bei den Festgenommenen sei eine Notiz mit dem Namen der Angerufenen aufgefunden worden. Aus diesem Grund solle die Angerufene alle Fenster und Türen schließen. Im weiteren Verlauf des Telefonats stellte der Anrufer eine Reihe von Fragen rund um die Vermögenssituation der Frauen. Unter anderem wurde nach persönlichen Daten, Kontoständen, Bankverbindungen und Wertgegenständen im Haus gefragt.

In drei der vier Fälle wurde lediglich eine unterdrückte Rufnummer angezeigt. In einem Fall notierte sich die 74-jährige Seniorin die übertragene Telefonnummer, die auf eine Behördenkennung hinwies. Die Ermittlungen der Kripo Augsburg zu den verdächtigen Anrufern wurden aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen dürfte es sich bei der übertragenen Telefonnummer um eine illegal generierte Kennung handeln, die durch den Behördenbezug dem Anrufer Seriosität vorspiegeln soll.

In allen Fällen kam es zu keinem finanziellen Schaden. Wer einen solchen Anruf erhalten hat, soll sich mit der Kripo Augsburg unter Telefon 0821/323-3810 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.

Tipps der Polizei:

"Trauen Sie ihrem Gefühl! Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Anrufen von Amtsträgern oder Behörden, die von Ihnen Informationen am Telefon verlangen. Geben Sie keine Auskünfte über Tagesabläufe, Abwesenheiten, Vermögensverhältnisse oder Ähnliches. Offizielle Stellen haben Verständnis für diese reservierte Haltung. Notieren Sie sich bei verdächtigen Anrufen Name, Behörde und Telefonnummer. Erstellen Sie wenn möglich ein Gedächtnisprotokoll und scheuen Sie sich nicht, die Notrufnummer 110 anzuwählen und den Vorfall zu schildern.

Seien Sie grundsätzlich skeptisch, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger ausgeben und eine Zahlung fordern. Die Polizei und andere Behörden werden niemals für die Unterstützung bei Ermittlungen Bargeld verlangen oder am Telefon um eine Überweisung eines Geldbetrages bitten! Zahlungsaufforderungen von Behörden werden immer mit klar erkennbarem Absender auf dem Postweg zugestellt. Warnen Sie auch Freunde, Bekannte und Ihre Eltern sowie Großeltern vor dieser Betrugsmasche. Und wenn Sie trotz aller Vorsicht doch in die Falle der Betrüger getappt sind: Erstatten Sie umgehend eine Strafanzeige bei der Polizei."
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