Feuer in Mehrfamilienhaus: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest

Nach einem Wohnungsbrand in der Augsburger Innenstadt musste am Donnerstag ein komplettes Mehrfamilienhaus in der Pilgerhausstraße in Augsburg evakuiert werden. Am Donnerstagvormittag hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter festgenommen.

Der Löschzug der Berufsfeuerwehr wurde gegen 1 Uhr in die Pilgerhausstraße gerufen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen aus mehreren Fenstern einer Wohnung im ersten Obergeschoss dichter Rauch und Flammen. In den darüber liegenden Wohnungen befanden sich noch mehrere Personen, da der Fluchtweg durchs Treppenhaus aufgrund der starken Rauchentwicklung versperrt war.

Während mehrere Trupps unter Atemschutz mit der Brandbekämpfung begannen, retteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr acht Bewohner aus dem zweiten und dritten Obergeschoss über die Drehleiter, darunter eine Familie mit einem einjährigen Kleinkind. Zwei weitere blieben zunächst in ihrer Wohnung, da diese nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich lag.

Die Löscharbeiten gestalteten sich kompliziert, so das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in seiner Pressemitteilung. Denn mehrere Brandnester wurden in unterschiedlichen Zimmern lokalisiert. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass diese absichtlich gelegt wurden. Die Wohnungen wurden entraucht, die geretteten Bewohner im Großraumrettungswagen untergebracht und auf Rauchvergiftungen untersucht.

Aufgrund der starken Verrauchung konnten die Bewohner allerdings nicht wieder in ihre Wohnungen zurück. Sie kamen überwiegend bei Freunden und Bekannten unter oder wurden von einem Hilfsdienst betreut.

In der ausgebrannten Wohnung entstand ein Schaden von etwa 100.000 Euro. Die Kripo Augsburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Donnerstagvormittag wurde ein 35-jähriger Mieter des Hauses festgenommen. Er soll den Brand gelegt haben.
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