Kampf gegen Hass-Postings auch im Augsburger Land: Polizei durchsucht zwei Wohnungen

Es geht um Hasskommentare auf Facebook: In einer bundeweiten Aktion stürmte die Polizei am Mittwochmorgen die Wohnungen von insgesamt 36 Beschuldigten. Zwei davon leben im Landkreis Augsburg. (Foto: Christoph Maschke/Symbolbild)

Es geht um Hasskommentare auf Facebook: In einer bundeweiten Aktion stürmte die Polizei am Mittwochmorgen die Wohnungen von insgesamt 36 Beschuldigten. Zwei davon leben im Landkreis Augsburg.

"Seit heute, 6 Uhr, finden unter Koordinierung des Bundeskriminalamts und des Bayerischen Landeskriminalamts bundesweite Durchsuchungen statt", vermeldete das bayerische Innenministerium am Mittwoch in einer Presseerklärung. Im Mittelpunkt steht demnach ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Kempten, das aufgrund von Erkenntnissen des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz eingeleitet wurde. In einer Facebook-Gruppe wurde über Monate hinweg der Nationalsozialismus verherrlicht und durch Hass-Postings Straftaten wie Volksverhetzung begangen. Polizeibeamte in zwölf Bundesländern durchsuchten die Wohnräume von insgesamt 36 Beschuldigten.

Sechs Durchsuchungsbeschlüsse wurden in Bayern vollzogen. Die Beamten der zuständigen Kriminalpolizeiinspektionen durchsuchten in vier Fällen Wohnungen bei vier männlichen Beschuldigten zwischen 33 und 51 Jahren in den Landkreisen Nürnberger Land, Roth, Augsburg und Haßberge. In zwei Fällen wurden die Wohnungen der beiden Administratoren der Facebook-Gruppe durchsucht. Bei den beiden Hauptbeschuldigten handelt es um einen 42 Jährigen aus dem Landkreis Ostallgäu sowie um einen 37 Jährigen aus Nürnberg. Im Zuge der Durchsuchungen haben die Ermittler eine Vielzahl von Beweismitteln wie Computer, Handys und Propagandamaterial sichergestellt.
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