Kinder zum Essen gezwungen

Eine Erzieherin hat Kinder zum Essen gezwungen. Ihren Einspruch gegen einen Strafbefehl hat sie am Dienstag zurückgenommen. Jetzt muss sie 3200 Euro Strafe zahlen. (Foto: Sebnem Ragiboglu-123rf.de.jpg)

Eine Erzieherin hat Kinder zum Essen gezwungen. Ihren Einspruch gegen einen Strafbefehl hat sie am Dienstag zurückgenommen. Jetzt muss sie 3200 Euro Strafe zahlen.

Die 26-jährige Erzieherin war von Oktober 2014 bis August 2015 in einem Kindergarten im südlichen Landkreis tätig. Sie hat insgesamt sechs Kinder im Alter von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren gewaltsam zum Essen gezwungen.
Die 26-Jährige hat, nachdem ihre Schützlinge das Essen verweigert hatten, zunächst mit der Hand deren Wangen zusammen gedrückt, um sie zum Öffnen des Mundes zu bewegen. Anschließend führte sie das Essen ein und hielt den Mund der Kinder zu, bis diese das Essen schluckten.
Die Staatsanwaltschaft warf der Erzieherin vor, sechs Menschen rechtswidrig genötigt zu haben. In Folge dessen hat diese einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 3200 Euro erteilt, gegen den die Erzieherin Einspruch einlegte. Während der Gerichtsverhandlung am Dienstag wurde dieser vom Verteidiger der Erzieherin mit den Worten „auf der Angeklagten lastet ein enormer Druck“ zurückgenommen. Die psychische Belastung war offenbar zu groß, allerdings wurde am Rande der Gerichtsverhandlung deutlich, dass die Strafe kaum milder hätte ausfallen können.
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