Kindesmissbrauch durch Zen-Priester? 61-Jähriger aus dem Landkreis Augsburg in Untersuchungshaft

Der 61-jährige Verdächtige (Mitte) war auch Mitglied des Runden Tisches der Religionen in Augsburg und in dieser Funktion auch an der alljährlichen Ansprache zum Augsburger Friedensfest beteiligt. Foto: Markus Höck/Archiv

Es ist ein schrecklicher Verdacht, der nun an die breite Öffentlichkeit gedrungen ist: Ein 61-jähriger Zen-Priester aus dem Landkreis Augsburg soll mehrfach Kinder missbraucht haben. Er sitzt seit Ende Juli in Untersuchungshaft.

Er ist das Gesicht des Buddhismus im Raum Augsburg: Als einer der Vizepräsidenten der Weltgemeinschaft der Buddhisten WFB vertrat er diese Religion auch am Runden Tisch der Religionen in Augsburg und war regelmäßig an den Ansprachen zum Augsburger Friedensfest beteiligt.

In seiner Heimatgemeinde im Landkreis Augsburg hatte der ehemalige Polizist einen Zen-Tempel gegründet und leitete diesen. Mitte des Jahres kündigte er an, von seinen Ämtern zurück treten zu wollen und gab auch die spirituelle Leitung des Tempels auf. Das muss kurz vor seiner Verhaftung gewesen sein.

"Gegen einen 61-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg wird wegen des dringenden Tatverdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern in mehreren Fällen seit Ende Juli ein Haftbefehl vollzogen", bestätigt Matthias Nickolai, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg, auf Nachfrage der StadtZeitung. Wie er weiter ausführt, soll es sich um mehrere Taten und mehrere Opfer handeln. Weitere Einzelheiten nennt Nickolai nicht.

Offen ist demnach, ob es sich bei einem der Opfer tatsächlich um das Kind einer nach Deutschland geflüchteten Familie handelt, wie gemutmaßt wird. Der 61-Jährige hatte sich in der Betreuung der Familie insbesondere der Kinder eingebracht.
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