Kundgebung wird zu Spaziergang: Zehn rechte Demonstranten halten Polizei in Atem

Wollten lieber unter sich bleiben: Von der Kundgebung der fremdenfeindlichen Bürgerinitiative Ausländerstopp Augsburg war außerhalb der Absperrung nichts zu hören.

Angemeldet waren 20, gekommen sind dann doch nur zehn: Die Kundgebung der fremdenfeindlichen Bürgerinitiative Ausländerstopp Augsburg am Prinzregentenplatz verlief eher ruhig. Außerhalb der Absperrung war nicht zu verstehen, was das Grüppchen untereinander sprach.

Als dann nach einer Viertelstunde dieser Teil beendet war, ging es unter Führung des früheren NPD-Aktivisten Roland Wuttke zu einem kleinen Stadtrundgang - begleitet vom massiven Polizeiaufgebot, das angerückt war, wohl um die Rechten vor möglichen Angriffen linker Gegendemonstranten zu schützen. Doch auch aus dem Antifa-Lager waren nur knapp zwei Dutzend Personen gekommen.

Der Polizei war es egal und so erzwang sich Wuttke, was ihm die Stadt untersagt hatte: Er spazierte über den Rathausplatz, wo gerade die Reste der Friedenstafel weg geräumt wurden, weiter über den Moritzplatz bis hin zum Königsplatz. Hin und wieder blieb das Grüppchen stehen, um Fotos zu knipsen - wären nicht die zahlreichen Bereitschaftspolizisten in Schwarz mit den zehn Rechten gewandert, niemand hätte von ihnen Notiz genommen.

Ursprünglich hatte die rechte Gruppierung ihre Kundgebung für den Rathausplatz oder den Moritzplatz beantragt, was die Stadt ablehnte. Das Verwaltungsgericht gab der Stadt Recht. Wuttke kündigte gegenüber der AICHACHER ZEITUNG an, das Urteil prüfen zu lassen. Nächstes Jahr wolle er wieder kommen und er rechne sich gute Chancen aus, dann die Genehmigung für einen zentralen Platz zu erhalten.
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