Landgericht Augsburg fällt Urteil im Fall Förster

Linus Förster hat am Freitag im Landgericht Augsburg sein Urteil erfahren: Drei Jahre und zehn Monate Haft für den Ex-Politiker. (Foto: Libossek)
Im Fall Linus Förster ist am Freitagvormittag im Augsburger Landgericht das Urteil verkündet worden: Der Ex-Politiker wurde zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Somit liegt das Strafmaß unter der Forderung der Staatsanwaltschaft und über der Forderung des Verteidigers.

Die Ermittlungen gegen Förster begannen im November vergangenen Jahres, er trat gleich zu Beginn von seinen Ämtern zurück. Angestoßen wurden die Ermittlungen durch eine Anzeige, die eine Prostituierte gegen ihn stellte: Förster hätte sie und ihn beim Sex heimlich gefilmt, anschließend sei es zu einem Gerangel gekommen. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte seine Wohnungen und fand Datenträger mit mehr als 800 kinderpornografischen Bild- und 500 Videodateien. 

Seit Dezember saß der ehemalige Landtagsabgeordnete in Untersuchungshaft, laut Haftbefehl „wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person, wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, wegen vorsätzlicher Körperverletzung und wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften“. 

Ein psychatrischer Gutachter beurteilte Förster als "getrieben, hyperreflektiert, im Widerstreit mit sich selbst", jedoch habe er keinerlei pädophile Neigungen oder sexuelle Störungen.

Nun ist der 52-Jährige des schweren sexuellen Missbrauchs sowie sexuellen Missbrauchs, der Körperverletzung, versuchter Nötigung und des Besitzes von Kinderpornografie schuldig gesprochen worden.
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Angelika Oetken aus Augsburg - City | 29.09.2017 | 19:27  
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