Leverkusen-Ultras schlagen sechs Ordner krankenhausreif

Beim Heimspiel des FC Augsburg gegen Leverkusen haben etliche Fans der Gastmannschaft sechs Ordner ins Krankenhaus geprügelt. (Foto: Christoph Maschke/Symbolbild)

Beim Heimspiel des FC Augsburg gegen Leverkusen haben etliche Fans der Gastmannschaft sechs Ordner ins Krankenhaus geprügelt.

Eine größere Gruppe von Gästefans welche mit zwei Reisebussen das Spiel besuchten, schmuggelten verbotene Fanutensilien in den Gästesektor, wurden aber dabei von Ordnern erwischt und sollten die Gegenstände abgeben. Statt auf die Ordner zu hören, gingen die Ultras dazu über, die Ordner massiv anzugehen. Die Polizei berichtet unter anderem von Schlägen gegen den Kopf. Die Polizeikräfte mussten eingreifen und drängten die Fans ab, bis sich die Lage wieder beruhigt hatte.

Insgesamt wurden bei dieser Auseinandersetzung sechs Ordner durch Tritte und Schläge dermaßen verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ein Polizeibeamter erhielt einen gezielten Tritt in den Unterleib, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterhin seinen Dienst verrichten.

Bereits kurz nach dieser Aktion konnte der erste Täter der Körperverletzung identifiziert und festgenommen werden. Ein weiterer Rädelsführer und Tatverdächtiger stellte sich dann der Polizei im Stadion. Daraufhin verließ der gesamte Leverkusener Ultrablock demonstrativ solidarisch den Gastbereich und wollte das Stadion verlassen. Die Gruppe wurde jedoch anschließend kontrolliert und die Personalien aller Beteiligten festgestellt, da anhand der zwischenzeitlich gesichteten Videoaufnahmen sogar wegen dem Straftatbestand des Landfriedensbruchs gegen eine noch nicht abschließend bekannte Anzahl Ultras ermittelt wird. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen – hierbei konnten noch zwei weitere tatverdächtige Personen identifiziert werden – durften die Leverkusener 15 Minuten nach Spielende den Heimweg antreten, der anschließend ohne weiteren Vorkommnisse verlief.

Losgelöst von diesem Vorfall ereignete sich ein weiterer Zwischenfall nach Spielende bei der Abreise der Leverkusener Fangemeinde. Ohne irgendeinen Bezug zum Spielverlauf oder sonstigem erklärbaren Zusammenhang beleidigte ein FCA-Fan grundlos einen am Augsburger Hauptbahnhof eingesetzten Polizeibeamten und schlug ihm anschließend unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der von dem Schlag überraschte Polizeibeamte erlitt Prellungen und Rötungen im Kopfbereich, konnte aber seinen Dienst fortsetzen.

Der Schläger aus dem Landkreis Augsburg war mit rund 1,8 Promille alkoholisiert und stand vermutlich auch unter dem Einfluss von anderweitigen berauschenden Mitteln beziehungsweise Drogenersatzstoffen, was aber erst noch durch eine entsprechende Analyse der Blutprobe bestätigt werden muss. Er wurde anschließend in den Polizeiarrest eingeliefert.
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