Mann vergeht sich zwei Mal an siebenjähriger Stiefenkelin

Ein Mann ist in Augsburg wegen des zweimaligen Missbrauchs seiner Stiefenkelin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Foto: © tom_u / 123rf.de

In Augsburg musste sich am Montag ein 61 Jahre alter Mann aus Gersthofen vor dem Amtsgericht verantworten, weil er sich zwei Mal an seiner Stiefenkelin vergangen hatte. Er muss nicht ins Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten sexuellen Missbrauch von Kindern in zwei Fällen jeweils mit Missbrauch von Schutzbefohlenen vor. Das Urteil lautete am Ende zwei Jahre auf Bewährung und eine Geldzahlung an eine gemeinnützige Einrichtung.

Bei dem ersten Übergriff war das Mädchen sieben Jahre alt. Das Kind stand mit seinem Stief-opa unter der Dusche, als er es unsittlich berührte. Das war im Jahr 2012. Im vergangenen Juni verging sich der Mann erneut an dem Mädchen, nachdem er gemeinsam mit ihr einen Erotikfilm schaute.

Die Sache kam erst ans Licht, nachdem die Schülerin wegen Beschwerden im Intimbereich ärztlich behandelt werden musste. Der Mediziner stellte eine ansteckende Geschlechtskrankheit fest und meldete den Fall. Die Ermittlungen der Polizei führten schnell zu dem Stiefgroßvater des Kindes. Der 61-Jährige saß seit September in Untersuchungshaft. Vor Gericht räumte er alle Vorwürfe ein und ersparte damit dem Mädchen eine Aussage vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Mann eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Die Richterin Angela Reuber verurteilte den Angeklagten zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Zahlung von 2000 Euro an eine gemeinnützige Organisation. Somit muss der Mann nicht ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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