Mann zwingt Ehefrau zu Prostitution und Abtreibung

Zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten hat das Augsburger Amtsgericht vergangene Woche einen 28-jährigen Zuhälter aus Augsburg wegen Nötigung, schwerem Menschenhandel, Zuhälterei und Körperverletzung verurteilt. Foto: © Robert Wilson / 123rf.de

Zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten hat das Augsburger Amtsgericht vergangene Woche einen 28-jährigen Zuhälter aus Augsburg wegen Nötigung, schwerem Menschenhandel, Zuhälterei und Körperverletzung verurteilt.

Der Angeklagte führt mit der geschädigten Frau, die für ihn als Prostituierte arbeitet, eine Beziehung. Als sie von ihm schwanger wird, zwingt er sie, das Kind abzutreiben. Dabei droht er, die fünf Jahre alte Tochter der Frau zu töten. Daraufhin begibt sich die Dame nach Rumänien, um die Abtreibung vornehmen zu lassen.

Danach will sie nicht mehr für den Mann arbeiten. Doch er bedroht weiterhin ihr Kind und die Familie seines Opfers. Daher geht die Frau weiterhin in Lechhausen und Heidenheim für ihn anschaffen und liefert die Einnahmen bei ihm ab. Immer wieder will sie die Arbeit für den Mann beenden, immer wieder zwingt er sie mit Schlägen dazu, weiterzumachen.
Deshalb hat die Augsburger Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Zuhälter erhoben wegen Nötigung mit schwerem Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung mit ausbeuterischer Zuhälterei mit vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung sowie versuchter räuberischer Erpressung.

Das Schöffengericht am Augsburger Amtsgericht verurteilte den Mann, der seit Juli in Untersuchungshaft sitzt, zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Der Angeklagte muss weiter in Untersuchungshaft bleiben. Das Urteil gegen den Angeklagten ist noch nicht rechtskräftig.
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