Mofafahrer sammelt Strafanzeigen

Mofafahrer sammelt Strafanzeigen Ein 63-jähriger Mofafahrer wurde wegen Trunkenheit am Steuer angehalten. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke

Ein Mofafahrer war schwankend und ohne Licht unterwegs, als ihn die Polizei anhielt. Doch auf der Dienststelle angekommen ließ sich der Mann noch einiges mehr zu Schulden kommen.

Ein 63-jähriger Mofafahrer ohne Licht ist am Dienstag gegen 22 Uhr einer Polizeistreife entgegen gekommen. Nachdem die Streife gewendet hatte, um dem Mann hinterher zu fahren, überquerte dieser bereits bei Rotlicht die nächste Kreuzung und fuhr deutlich schwankend in Richtung Stadtbachstraße weiter. Auf Anhalteversuche mit Blaulicht und Martinshorn reagierte der Mofalenker nicht, erst als ihm der Weg abgeschnitten wurde, hielt er notgedrungen an. Den Grund für sein Handeln ergab eine Alkoholüberprüfung: Der 63-Jährige war mit 2,3 Promille unterwegs.

Die Beamten nahmen den Mann für eine Blutentnahme mit auf die Dienststelle, wo er die Beamten massivst beschimpfte. Außerdem bot er einer Polizeibeamtin 100 Euro an, wenn sie ihn weiter fahren lassen würde. Diese Bitte wurde dem Mann nicht erfüllt, stattdessen erhält er nun zusätzlich zu der festgestellten Trunkenheitsfahrt eine weitere Anzeige wegen des Vorwurfs der Bestechung.

Nach der Blutentnahme durfte der 63-Jährige die Dienststelle verlassen. Er kehrte jedoch kurz darauf zurück und behauptete, ein Polizist habe ihm 50 Euro aus dem Geldbeutel gestohlen. Tatsächlich hatte er aber nachweislich nur ein paar Euro in der Tasche und handelte sich eine weitere Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung ein. Danach machte er sich endgültig auf den Weg zu seiner Wohnung, wo er sich nach Verbüßung einer Haftstrafe immer noch nicht behördlich angemeldet hatte.
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