Mückenjagd für die Wissenschaft: Gesundheitsamt bittet Bürger um Mithilfe

Das Gesundheitsamt bittet die Bürger der Region um Mithilfe: Sie sollen Mücken fangen. Das Amt erhofft sich Einblicke in die Mückenpopulation in Augsburg Stadt und Land. (Foto: mycteria 123rf.de/Symbolbild)

Das Gesundheitsamt bittet die Bürger der Region um Mithilfe: Sie sollen Mücken fangen. Das Amt erhofft sich Einblicke in die Mückenpopulation in Augsburg Stadt und Land.

Erstmals seit Ausrottung der Malaria in Deutschland interessiert sich die Wissenschaft wieder für Stechmücken. Grund ist, dass durch die Globalisierung und durch den Klimawandel neue Mückenarten nach Deutschland eingeschleppt werden können - und mit ihnen Krankheitserreger wie das Zika-Virus, das Chikungunya-Fieber und auch das Dengue-Fieber.

Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es in Deutschland etwa 50 unterschiedliche Mückenarten, weltweit sind es 3500. Der Mückenatlas unterstützt Forschung und Wissenschaft beim Betrachten der Mückenverbreitung innerhalb Deutschlands.

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg beteiligt sich bei der Mückenjagd und bittet die Bürger der Stadt Augsburg und der näheren Umgebung dabei um Unterstützung. Die Bürger können mithelfen, indem sie auf Mückenjagd gehen. Um die genaue Art der Mücke feststellen zu können, benötigt der Mückenatlas intakte Insekten. Erschlagene oder anderweitig beschädigte Mücken sind nutzlos. Daher empfiehlt es sich, die Mücke erst in einem Behälter vorsichtig einzufangen und dann durch Einfrieren zu töten.


Die aufgetaute Mücke kann dann innerhalb der Öffnungszeiten im Gesundheitsamt der Stadt Augsburg, Karmelitengasse 11, abgegeben werden. Das Gesundheitsamt erhofft sich von diesem Projekt Einblicke in die Mückenpopulation in Augsburg Stadt und Land.


"Das Projekt sollte keineswegs als sinnloses Töten von Insekten missverstanden werden. Auch Insekten sind nützliche Lebewesen. Allerdings ist in diesem Fall das Abtöten der Mücke leider unvermeidlich", betont da Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung.

Das Gesundheitsamt übernimmt die gesamte Abwicklung und bietet den Bürgern bei Abgabe im Gesundheitsamt den Vorteil des kostenlosen Versands. Die Bürger können auch noch lebende Stechmücken-Exemplare ins Gesundheitsamt bringen, dabei sollte aber ein entbehrliches, geeignetes und verschlossenes Behältnis zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet unter www.augsburg.de und www.mueckenatlas.de.
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