Nach blutiger Messerattacke: Polizei sucht Zeugen

Nach der blutigen Messerattacke am Oberhauser Bahnhof am Mittwochnachmittag hat die Polizei nun einen Zeugenaufruf herausgegeben. Mindestens zwei unbekannte Männer werden gesucht. Sie sollen mit einem Messer mehrfach auf den 35-Jährigen eingestochen haben.

Die Attacke ereignete sich am Mittwochnachmittag, gegen 15.50 Uhr, in der Ulmer Straße auf dem Bahnhofsvorplatz des Oberhauser Bahnhofs. Die Tat fand circa 30 Meter vom Bahnhofsgebäude entfernt im Bereich der Außentoilettenanlagen statt. Das Opfer ist ein 35-jähriger Deutscher kasachischer Herkunft.

Wie die Polizei mitteilt, konnte von einer Zeugin beobachtet werden, wie der Geschädigte von mindestens zwei Männer zunächst körperlich attackiert wurde. Die Unbekannten stochen schließlich mit einem Messer mehrfach auf den 35-Jährigen ein.

Opfer musste Notoperiert werden


Anschließend ließen die Täter von ihrem Opfer ab und flüchteten in östlicher Richtung. Der Verletzte konnte sich noch aus eigener Kraft bis zum Vorraum des Bahnhofgebäudes im Bereich des Kiosks begeben und brach dort zusammen, nachdem er zuvor noch durch Hilfeschreie auf sich aufmerksam machen konnte. Anwesende Kioskgäste leisteten bis zum Eintreffen des Notarztes Erste Hilfe. Das Opfer wurde sofort ins Zentralklinikum gerbracht und dort notoperiert, Lebensgefahr besteht nicht.

Vorausgegangen war den bisherigen Ermittlungen zufolge ein Streit innerhalb einer Gruppe von vier Männern auf dem Vorplatz des Oberhauser Bahnhofs nahe der Einfahrt zur dortigen Tiefgarage. Daran war auch der spätere Geschädigte, der seinen Wohnsitz im Landkreis Aichach-Friedberg hat, beteiligt.

Zeugen gesucht


Obwohl am Bahnhofsvorplatz zum Tatzeitpunkt der Polizei zufolge "hoch frequentierter Personenverkehr herrschte", konnte bisher lediglich eine vage Personenbeschreibung erhoben werden:

Täter 1: ca. 20 bis 25 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schlank, russisch-asiatisches Aussehen, bekleidet mit blauer Jacke mit schwarzen Ärmeln; trug Umhängetasche quer über der Brust.

Täter 2:ca. 25 bis 30 Jahre alt, mutmaßlich größer als Täter 1 (evtl. ca. 180 cm), schlank, russisches Aussehen, bekleidet mit einer sportlichen schwarzen Lederjacke.

Eine der beiden Gesuchten trug zumindest während der direkten Tatbegehung eine graue oder dunkle Kapuzenjacke mit über den Kopf gezogener Kapuze. Möglicherweise hatte er die ursprüngliche Jacke zuvor ausgezogen.

Eine Fahndung im Tatortnahbereich durch örtliche Polizeikräfte und Beamte der Bundespolizei verlief negativ. Die Ermittlungen wurden noch vor Ort durch die für Tötungsdelikte zuständige Ermittler der Kripo Augsburg übernommen, die von Beamten des Kriminaldauerdienstes und der Spurensicherung unterstützt wurden. Die Tatwaffe konnte bislang nicht aufgefunden werden.

Die Hintergründe der Tat sind momentan noch unklar, der Geschädigte selbst ist derzeit nicht vernehmungsfähig.

Die Kripo Augsburg bittet die Bevölkerung nun um Mithilfe bei der Aufklärung des versuchten Tötungsdeliktes und nimmt sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 0821/323 3810 entgegen. Insbesondere Personen, die möglicherweise zur tatrelevanten Zeit am Oberhauser Bahnhof sogar Handyaufnahmen gemacht haben, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden.
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