Polizei bilanziert: Ruhige Silvesternacht in Augsburg

Die Augsburger Polizei zieht eine positive Bilanz für die Silvesternacht. (Foto: Symbolbild Jaromír Chalabala-123rf.com)

"Der Jahreswechsel 2017/2018 verlief im Vergleich zum Vorjahr deutlich entspannter": So lautet das Fazit der Augsburger Polizei nach der Neujahrsnacht. An den großen Plätzen schossen vereinzelt Raketen in die Menschenmenge, in Bergheim brannte eine Hecke.

"Größere aufsehenerregende Zwischenfälle wurden nicht gemeldet", heißt es im Pressebericht weiter. Straftaten wie sexuelle Übergriffe oder gravierende Ausschreitungen seien weder festgestellt noch angezeigt worden. Das macht die Polizei auch an der "sichtbaren Polizeipräsenz mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei" fest.

Bei Kontrollen im Zuge des Böllerverbots an Rathaus- und Königsplatz sei vielfach Pyrotechnik sichergestellt worden. Das "Einsatzgeschehen" habe sich "zum Jahreswechsel hin dann relativ entspannt".

Königsplatz: Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung


Auf dem Königsplatz wurden ab Mitternacht nur Einzelfälle von abgebrannten Feuerwerkskörpern registriert. Ein Feiernder schoss eine Rakete in die Menschenmenge, verletzt wurde dadurch aber niemand. Der Verantwortliche konnte durch Polizeikräfte identifiziert werden und erhielt einen Platzverweis. Er wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Außerdem wurden im Haltestellendreieck aus einer Feuerwerksbatterie Raketen gegen die Überdachung geschossen. Ein Verursacher konnte jedoch nicht ermittelt werden, schreibt die Polizei.

Auch am Rathausplatz wurden vereinzelt Raketen quer über den Platz abgeschossen. "Nachdem dann aber Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, dem Einsatzzug sowie der PI Augsburg Mitte in diesem Bereich zusammengezogen wurden, konnte auch hier die Lage zügig bereinigt werden", heißt es im Pressebericht. Ab etwa 1 Uhr seien ohnehin zahlreiche Feiernde weitergezogen.

Mehrere kleinere Brände - Raketen-Batterie demoliert Taxi

Insgesamt kam es auch wieder zu mehreren überwiegend kleineren Bränden - Mülltonnen, Altkleidercontainer und ein Balkon - ausgelöst durch unsachgemäß abgeschossene oder verirrte Feuerwerkskörper. Die Berufsfeuerwehr hatte aber alle gemeldeten Brandherde schnell unter Kontrolle.

In Göggingen legte kurz nach Mitternacht ein Unbekannter eine Raketen-Batterie auf die Bürgermeister-Aurnhammer-Straße. Ein 37-Jähriger bog mit seinem Taxi in die Straße ein und fuhr über die Batterie, die in diesem Moment explodierte. Ein Reifen platzte und Kühlflüssigkeit lief aus dem Mercedes. Der Schaden: rund 1000 Euro. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Bergheim: 40 Quadratmeter einer Hecke in Flammen

In Bergheim brannte eine circa vier Meter hohe Hecke. Die Freiwillige Feuerwehr Bergheim konnte das Feuer nach einiger Zeit löschen. Die Hecke brannte auf einer Länge von rund zehn Metern ab. Ein 45-jähriger Feiernder gab gegenüber der Polizeistreife an, dass er eine größere Rakete aus seiner Hand abgefeuert hatte und diese anschließend unkontrolliert in der Hecke explodierte. Der anschließende Versuch eines Anwohners, das Feuer mit einem Gartenschlauch zu löschen, scheiterte.

Der Mann erlitt stattdessen eine Rauchgasintoxikation und musste sich mehrmals übergeben. Er kam zur vorsorglichen Untersuchung mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus Bobingen.
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