Polizei fasst Königsbrunner Bienenmörder

Im November 2014 nahm das Bienensterben in Königsbrunn ganz andere Ausmaße an. Ein Unbekannter hatte mehrere Bienenstöcke zerstört, ganze Bienenvölker ausgelöscht. Jetzt hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst.

Der Polizei sind insgesamt elf solcher Fälle im Bereich der Polizeiinspektion Bobingen bekannt, in denen der Wüterich seinen Zorn freien Lauf ließ und Bienenstände umwarf und demolierte. Damit nicht genug. Immer wieder kam der Täter an die Tatorte zurück und zerlegte die neu errichteten Bienenstände. Bis in den Landkreis Landsberg zog es den Täter, wo er ebenfalls Bienenstöcke zerstörte. Insgesamt lag der materielle Schaden im Bereich der PI Bobingen bei 13 000 Euro, schlimmer jedoch sei für die Imker der Verlust der Bienenvölker gewesen, denn an neue Bienen zu kommen, sei schwer.

Bienen liefern nicht nur Honig, sie bestäuben auch Pflanzen. Zahlreiche Nahrungsmittel sind von der Bestäubung der Insekten abhängig. Umso fassungsloser waren die betroffenen Imker.

Die Beamten der PI Bobingen nahmen die Ermittlungen auf: Sie legten sich auf die Lauer, ließen die Tatorte auch von Kameras überwachen. Mithilfe der Imker gelang es der Polizei, in der vergangenen Woche den Täter an den Bienenständen zu ertappen, mit Hilfe einer Kamera aufzunehmen und zu erkennen.

Das Foto des Täters landete zunächst in den Fahndungsmedien der Polizei. Am Montag dann erkannte ein Polizist einer benachbarten Dienststelle den Gesuchten auf einem Foto und teilte es den Ermittlern mit. Der Hinweis führte direkt zu einen 60 Jahre alten Rentner.

Der zeigte sich kooperativ, als die Polizeibeamten bei ihm erschienen. Bei der Vernehmung gestand der Rentner - und er gab auch zu, mit seinem Fahrrad unterwegs gewesen zu sein, was die Spur der Zerstörung bis nach Landsberg erklärt.

Als Motiv gab der 60-Jährige an, dass eine Biene ihn gestochen habe, weshalb er sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Seither habe er eine Abneigung gegen Bienen.
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