Polizei nimmt mutmaßliches Räubertrio fest

Drei potenzielle Räuber hat die Polizei festgenommen. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke

Der Fall beschäftigte auch die TV-Sendung "Aktenzeichen XY" - ungelöst ist er nun nicht mehr. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter festgenommen, die 2014 ein Ehepaar in seinem Haus brutal überfallen haben sollen. Der Drahtzieher der Bande stammt aus Augsburg.

Ein von der Staatsanwaltschaft Augsburg und der KPI (Z) Schwaben Nord geführtes Ermittlungsverfahren führte vergangenen Freitag zur Festnahme von drei Tatverdächtigen in Augsburg, Berlin und Kroatien, welche am 7. März 2014 in Grafentraubach, Landkreis Straubing-Bogen, ein älteres Ehepaar in seinem Haus brutal überfallen, gefesselt und ausgeraubt haben sollen. Der Fall war auch in der TV-Sendung Aktenzeichen XY am 4. Februar zu sehen gewesen.

Der in Berlin festgenommene und in Augsburg lebende Tatverdächtige gilt als Organisator des Raubes, der über Insiderwissen von einem „Tippgeber“ aus dem näheren Umfeld der geschädigten Familie verfügte. Die beiden anderen in Kroatien und Augsburg festgenommenen Tatverdächtigen führten nach den bisherigen Ermittlungen den Überfall mit Unterstützung von weiteren, noch nicht identifizierten Tätern durch.

Die drei sind dringend verdächtig, am Abend des 7. März 2014 gegen 22.10 Uhr in das Einfamilienhaus des geschädigten Ehepaares gewaltsam eingedrungen zu sein, den 69-jährigen Wohnungsinhaber brutal niedergeschlagen sowie ihn und seine 66-jährige Ehefrau gefesselt zu haben. Nach Durchsuchung des Wohnhauses erbeuteten die Täter Bargeld, wertvolle Uhren und Schmuck im Gesamtwert von rund 100.000 Euro. Mindestens einer der Täter soll mit einer Schusswaffe bewaffnet gewesen sein.

Kiloweise Drogen nach Bayern geschmuggelt
Anlass für die in Augsburg eingeleiteten Ermittlungen waren unter anderem Hinweise der Drogenfahndung des Polizeipräsidiums München im August 2014 auf eine Tätergruppe aus den Niederlanden, welche kiloweise Amphetamin nach München, Ingolstadt und Augsburg geliefert haben soll. So seien etwa. im März 2014 zehn Kilogramm der Betäubungsmittel aus den Niederlanden in ein Gasthaus im Augsburger Stadtteil Pfersee geliefert worden, um diese gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Im Rahmen eines ständigen Informationsaustausches unter den ermittelnden Kriminaldienststellen unter anderem in München, Straubing und der KPI (Z) Schwaben Nord sowie nach "umfangreicher, gezielter, verdeckter, operativer Ermittlungsmaßnahmen", wie es die Polizei in ihrer Pressemtitteilung formuliert, konnten Beweise für die Täterschaft der am vergangenen Freitag Festgenommenen zum Raub in Grafentraubach erlangt werden.
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