Schläge und Tritte gegen Familie

Zwei Männer stehen ab Freitag vor Gericht: Sie sollen eine Familie mit Schlägen und Tritten verletzt haben. Foto: © Robert Wilson / 123rf.de

Es ist sind schwerwiegende Vorwürfe: Zwei Männer sollen an einem Abend im Juni 2014 eine Frau und deren Vater geschlagen und getreten haben. Sogar eine Brechstange sei dabei zum Einsatz gekommen. Am Freitag muss sich das Duo vor Gericht verantworten.

Noch immer liegt viel von diesem abendlichen Geschehen im Nebel. Die beiden Männer, 22 und 27 Jahre alt, lungerten offenbar im Hauseingang herum. Als ihnen die 20-Jährige begegnete, fielen erst Beleidigungen: "Halt die Fresse, Du Schlampe". Dann soll der 27-Jährige die Frau gegen die Hauswand geschleudert haben. Sie erlitt eine Kopfplatzwunde, eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma.

Als ihr Vater zu Hilfe eilte, versetzte ihm laut Anklage der 22-Jährige einen Schlag mit der Brechstange auf die Schulter. Dem zu Boden gegangenen 49-Jährigen habe nun der Andere - "mit voller Wucht" - gegen die Brust getreten.

Auch die Mutter der 20-Jährigen bekam einen Schlag ab, als sie schlichten wollte. Schließlich mischte sich ein weiterer Mann ein, wohl ebenfalls um die Lage zu beruhigen. Sein Lohn: Eine aufgeplatzte Lippe. Dann verschwand das Duo.

Neben den Vorwürfen der gefährlichen beziehungsweise vorsätzlichen Körperverletzung und Beleidigung müssen sich die Beiden auch wegen falscher Verdächtigung verantworten.

Als die Polizei sie nämlich am nächsten Tag zu dem Vorfall befragte, erzählten sie, der Vater der 20-Jährigen hätte getreten und geschlagen. Diese Behauptung hätten die Männer bewusst wahrheitswidrig aufgestellt, so die Anklageschrift. "Als Beschuldigte dürfen sie lügen. Das Recht zur Lüge umfasst aber nicht das Recht, einen anderen zu Unrecht einer Straftat zu bezichtigen", wie Michael Nißl, Sprecher des Amtsgerichts, erklärt.
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