Schwerverletzte bei Verkehrsunfall: Augsburger Reisebus verunglückt in Österreich

Ein Hörmann-Bus ist in Österreich verunglückt. Die Reisegäste hatten Glück im Unglück. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)
Nach dem Unfall mit einem Augsburger Reisebus in Tirol gibt es erste Hinweise auf eine mögliche Ursache. Der genaue Hergang des Unglücks mit zwei schwer verletzten Frauen am Zirler Berg bei Innsbruck war der österreichischen Polizei zufolge aber auch am Sonntag noch unklar.
Spuren auf dem Asphalt der vielbefahrenen Verbindung von Österreich ins bayerische Mittenwald zeigten jedoch, dass die Fahranfängerin unmittelbar vor einer scharfen Rechtskurve voll gebremst habe. „Dann kann man die Kurve nicht mehr kriegen“, so ein Polizeisprecher. Die 18-jährige Münchnerin und ihre Mutter gerieten auf die Gegenspur, wo das Auto der beiden mit dem Bus zusammenstieß. Die Italienurlauber aus dem Großraum Augsburg – aus dem Landkreis Aichach-Friedberg waren keine Passagiere an Bord – kamen am Freitagabend weitgehend mit dem Schrecken davon. Ein Ersatzbus konnte die 26 Reisegäste, eine Reiseleiterin und die beiden Busfahrer bereits in der Nacht zum Samstag zurück nach Deutschland bringen, wie Geschäftsführer Philipp Hörmann von Hörmann-Reisen sagte. Ihm zufolge geht es den Bustouristen nach dem Zusammenstoß vom Freitagabend soweit gut. Auch der Busfahrer mache einen „gefassten Eindruck“.
Schlimm traf es hingegen die beiden Autofahrerinnen aus München. Die 18-jährigen Fahrerin und ihre Mutter wurden durch den Zusammenstoß an den Beinen eingeklemmt und mussten aus dem Wrack geschnitten werden. Während es der Tochter schon besser gehe, gebe es „bezüglich der Mutter keine positiven Nachrichten“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. „Sie wird sicherlich in der nächsten Zeit nicht zum Unfall befragt werden können.“
Der Bus war nach dem Zusammenprall auf der stark abschüssigen Straße rückwärts gerollt, stieß gegen drei weitere Autos und fuhr über den Fahrbahnrand hinaus über eine Böschung. Dem 49 Jahre alten Busfahrer gelang es, sein Fahrzeug so an Bäume anzulegen, dass es weder umstürzte noch die Böschung komplett hinunterrutschte. Er habe so wohl einen schlimmeren Unfall verhindert, so der Notfallbeauftragte des RDA-Busverbands, Johannes Hübner
Die Reisenden aus der Region Augsburg waren auf dem Rückweg aus dem italienischen Ort Abano Terme, wie Hörmann sagte. Die Tour werde jede Woche gefahren. Änderungen am Fahrplan werde es nicht geben. Laut Hörmann war dieser Unfall der erste in dieser Dimension für das Augsburger Busunternehmen, das seinen Betriebshof in Rehling hat.
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