Terrorverdacht: Ermittler durchsuchen 13 Wohnungen in Augsburg Stadt und Landkreis

In Augsburg Stadt und Land wurden am Donnerstag 13 Wohnungen durchsucht. (Foto: David Libossek / Symbolbild)

Die Polizei hat am Donnerstagmorgen mehrere Wohnungen in Stadt und Landkreis Augsburg durchsucht. Die Ermittler wollen Beweise sammeln gegen drei Terrorverdächtige, zwei davon stammen aus Augsburg. 

"In einem von der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München geführten Ermittlungsverfahren werden heute seit 6 Uhr insgesamt 13 Wohnobjekte im Bereich Augsburg/Landkreis Augsburg durchsucht", teilte die Polizei um 9.30 Uhr am Donnerstag mit (weitere Details zu den Razzien).

Ziel der Aktion sei es demnach, Beweismittel zur Aufklärung der Hintergründe der gemeinsamen Ausreise von drei Personen von Augsburg in Richtung Syrien zu sammeln.

Zwei der drei Terrorverdächtigen sind in Augsburg geboren

Bei den drei Beschuldigten handelt es sich um einen 31-jährigen in Augsburg geborenen Deutschen, der zum Islam konvertiert war, um einen 22 Jahre alten in Augsburg geborenen türkischen und einen 22-jährigen afghanischen Staatsangehörigen.

Plante das Trio, sich an Terroranschlägen zu beteiligen?

Es besteht laut Ermittlungsbehörden der Verdacht, dass die Beschuldigten geplant hatten, sich der in Syrien operierenden terroristischen Vereinigung „Hai´at Tahrir al-Sham“ anzuschließen, um sich dort militärisch ausbilden zu lassen und anschließend sich an Kampfhandlungen oder Anschlägen zu beteiligen. Als die drei Beschuldigten im Juni 2017 versucht hatten, über die Türkei nach Syrien einzureisen, wurden sie von den türkischen Behörden wegen Terrorismusverdachts festgenommen. Sie befinden sich gegenwärtig in türkischer Untersuchungshaft.

Daneben wird gegen mögliche Helfer im Zusammenhang mit der vorgenannten Ausreise ermittelt.

Ermittlungen gegen die Terrorverdächtigen schon im Mai 2017

Das hiesige Ermittlungsverfahren sei bereits im Mai 2017 eingeleitet worden, nachdem Hinweise bezüglich der Ausreise der Beschuldigten bekannt geworden waren, so die Polizei. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die drei Beschuldigten bereits ausgereist.
Der Polizeieinsatz wird vom Operativen Staatsschutz der KPI(Z) Schwaben Nord durchgeführt, der auch mit den Ermittlungen beauftragt ist. (pm)
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