Türkisches Fahnenmeer vor dem Rathaus

Alles friedlich: Rund 400 Menschen haben am Samstagnachmittag auf dem Rathausplatz friedlich gegen den Terror der PKK in der Türkei demonstriert. Foto: Markus Höck

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstagnachmittag auf dem Rathausplatz gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK demonstriert. Für kurzzeitige Aufregung sorgte das Plakat von zwei Gegendemonstranten.

Die Sorgen im Vorfeld haben sich glücklicherweise als unbegründet erwiesen. Die Bürger demonstrierten friedlich auf dem Rathausplatz. Das Fazit der Polizei fiel entsprechend positiv aus. "Keine Verletzten, keine Festnahmen", stellte Polizeisprecher Manfred Gottschalk zufrieden fest. Der Veranstalter habe sich auch an die Auflagen gehalten. Unter anderem fand die Kundgebung zweisprachige statt.

In den Redebeiträgen wurden die Terrorattacken der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK scharf verurteilt. Auch dass es in Deutschland nach wie vor Unterstützung für die PKK und deren Tarnorganisationen gebe, kritisierten die Redner. Dagegen betonten sie immer wieder, dass ihre Protest nicht gegen Kurden gerichtet sei. "Türken und Kurden sind Geschwister", stellte dann auch eine Rednerin lautstark fest und erntete Beifall.

Nur kurz drohte die Stimmung zu kippen. Zwei Gegendemonstranten hatten sich mit einem Plakat vor dem Rathausportal postiert. Auf dem Plakat stand zu lesen: "Stoppt die Faschisten" sowie ein türkischer Schriftzug. Schlagartig hatten die beiden die Aufmerksamkeit der 400 Demonstranten, die wütend in die Richtung des Plakats türkische Parolen riefen. Rasch formierten sich die Polizisten, die sich bis dahin unauffällig im Hintergrund gehalten hatten. Gutes Zureden von der Rednerbühne aus und gutes Zureden von Seiten der Polizei auf die Gegendemonstranten beendeten den kritischen Augenblick. Das Plakat kam weg, der Friede war wieder hergestellt. So bewahrheitete sich das Versprechen, dass Veranstalter Fatih Pürlü vor der Demo gab: "Die Friedensstadt bleibt die Friedensstadt."
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