Unfall mit zwei Radlern

Augsburg - Im September 2013 ereignete sich in Stadtbergen ein Verkehrsunfall zwischen zwei Fahrradfahrern. Die Haftungsfrage war schnell geklärt, nachdem der Kläger von dem anderen Fahrradfahrer schlicht übersehen wurde. Die Haftpflichtversicherung zahlte den größten Teil des Schadens. Doch in einer anderen Frage sollte das Amtsgericht entscheiden.

In Streit gerieten Kläger und Versicherung jedoch über die Kosten der Pflege des Klägers. Der Kläger war bereits zur Unfallzeit querschnittgelähmt und mit seinem Spezialfahrrad unterwegs. Durch den Unfall verletzte sich der Kläger am Arm, und bedurfte bei vielen Tätigkeiten des täglichen Lebens Hilfe. Mit seiner Pflege betraute der Kläger einen weiter entfernt lebenden Verwandten und stellte die dadurch entstandenen Pflege- und Fahrtkosten mit 5000 Euro der Versicherung in Rechnung. Diese zahlte außergerichtlich 800 Euro, lehnte aber weitere Zahlungen ab. Den Restbetrag klagte der Kläger dann Ende 2015 vor dem Augsburger Amtsgericht ein.

Vor Gericht stritten Kläger und Versicherung weiter um die Höhe der zu erstattenden Pflegekosten. Die Versicherung meinte, der Kläger hätte seine Pflege günstiger organisieren müssen. Ein Stundensatz von 25 Euro wäre angemessen. Der Kläger erkläre gegenüber dem Gericht, dass die von ihm angefragten Pflegedienste einen deutlich höheren Stundensatz als 25 Euro verlangt hätten.

Einer Entscheidung des Gerichts bedurfte es dann nicht mehr, nachdem sich Kläger und Versicherung vor Gericht auf eine weitere Zahlung von 1700 Euro einigten und ihren Rechtsstreit damit beilegten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.