Warnschuss stoppt Flüchtigen

Einen Warnschuss musste am Freitagnachmitag ein Polizist in Göggingen abgeben, um einen flüchtigen Verdächtigen zu stoppen. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke

Zu einer Verfolgungsjagd ist es am Freitag in Augsburg-Göggingen gekommen. Eigentlich hatte die Polizei ein mutmaßliches Einbrecherquartett schon festgenommen. Doch ein Verdächtiger entwischte. Er konnte erst durch einen Warnschuss aufgehalten werden.

Einen weiteren Erfolg im Bereich der Einbruchskriminalität können die Beamten der Augsburger Kripo am Freitagnachmittag vermelden.

Mehrere Männer, die im Verdacht stehen, für in letzter Zeit begangene Einbrüche verantwortlich zu sein und vermutlich auch noch weitere geplant zu haben, waren schon längere Zeit ins Visier der Ermittler geraten.

Nun erfolgte der Zugriff im Bereich eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Oberhausen. Vier Männer im Alter von 22, 27, 30 und 31 Jahren konnten zunächst festgenommen und in den Polizeiarrest transportiert werden. Einer der Festgenommenen nutzte im Bereich der Einfahrtszone zum Polizeipräsidium eine günstige Gelegenheit und wollte flüchten. Hierbei kam es trotz Fesselung des Mannes zu einem massiven körperlichen Angriff gegen einen Kriminalbeamten, der anschließend mit nicht unerheblichen Kopfverletzungen im Krankenhaus ärztlich versorgt werden musste.

Eine andere Streifenbesatzung bekam den Vorfall mit und nahm sofort die Verfolgung des in Richtung Wittelsbacher Park Flüchtenden auf. Der Mann konnte im Bereich der Imhofstraße gegenüber der dortigen Kirche gestellt werden, nachdem ein Beamter zuvor einen Warnschuss abgegeben hatte. Auch hier kam es bei der Festnahme nochmals zu erheblichen Widerstandshandlungen, bevor der 22-jährige Mann endgültig in den Polizeiarrest eingeliefert werden konnte.

Bei der Nacheile verletzte sich ein Beamter am Bein und zog sich dadurch großflächige Hautabschürfungen zu, die im Anschluss ebenfalls im Klinikum behandelt werden mussten. "Andere Personen, insbesondere Unbeteiligte, wurden während des Einsatzes nicht gefährdet", teilt die Polizei mit.

Die Kripobeamten gehen nach derzeitigem Ermittlungsansatz davon aus, dass das Trio für eventuell über 20 Einbruchsdelikte in Frage kommen könnte. Näheres hierzu müssen die weiteren Ermittlungen und die ausstehenden Vernehmungen erst noch ergeben.

"Vor Anfang nächster Woche können hierzu keine weiteren Aussagen getroffen werden", sagt Polizei-Pressesprecher Siegfried Hartmann.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.