Widerstand: Augsburger gehen auf helfende Polizisten los

In zwei Fällen sind Augsburger auf helfende Polizeibeamte losgegangen. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)

In zwei Fällen sind am Mittwoch Augsburger auf Polizeibeamte losgegangen.

Zunächst wurde eine bewusstlose Frau am Königsplatz mitgeteilt, woraufhin eine Rettungswagen- und Notarztbesatzung sich um die Frau kümmerten. Die 35-jährige Augsburgerin war mit ihrer Behandlung nicht einverstanden und wurde gegenüber den Rettungskräften renitent, die daraufhin die Polizei hinzuzogen.

Nachdem die Frau anfänglich beruhigt werden konnte, sollte sie ins Klinikum transportiert werden. Ab diesem Zeitpunkt war von Bewusstlosigkeit keine Spur mehr vorhanden, nur durch gemeinsames Zusammenarbeiten konnte sie auf die Transportliege gebracht und fixiert werden.

Währenddessen schlug und spuckte die Frau um sich und beleidigte alle Anwesenden, ähnlich verhielt sie sich auch im Klinikum. Hier wurde bei der vermutlich unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehenden Frau eine Blutentnahme durchgeführt.
Sie muss sich jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Beleidigung verantworten.
Gegen 23 Uhr wurde ein Verkehrsunfall mit einem Fußgänger in der Rauwolffstraße mitgeteilt, eine Person solle am Boden liegen und von einem Auto angefahren worden sein.

Vor Ort trafen die Beamten einen sichtlich alkoholisierten Mann und den Mitteiler an. Der Betrunkene gab mehrfach an, von einem Auto erfasst worden zu sein und er spielte theatralisch schmerzverzogen diverse Verletzungen vor. Nachdem die Polizisten vor Ort ihm dies jedoch nicht abnahmen, konnte der Mann plötzlich ohne Bewegungseinschränkungen in Richtung eines Hauseingangs davon gehen.

Bei der folgenden Identitätsfeststellung wurde der vermeintlich Angefahrene aggressiv und musste zu Boden gebracht und fixiert werden. Die Polizisten nahmen den mit rund 2,6 Promille alkoholisierten 34-jährige Augsburger in Gewahrsam und führten eine Blutentnahme durch. Nach dieser klagte der Beschuldigte über Lähmungen seiner Füße, der anwesende Arzt bestätigte jedoch, dass der Mann äußerlich gänzlich unversehrt sei.

Das vermeintliche Unfallopfer muss sich jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Vortäuschen einer Straftat verantworten. (pm)
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