1000 feiern Auftakt des Brechtfestivals

Im ausverkauften Theater Augsburg, vor rund 1000 Zuschauern, wurde am Freitagabend das Brechtfestival eröffnet.

"Exil" heißt das Thema des Festivals, das sich bis zum 10. Februar, Brechts 117. Geburtstag, mit seiner Exilzeit der 30er und 40er Jahre sowie mit dem Thema "Exil heute" auseinandersetzt. "Brecht ist heute aktueller denn je, weil jeder von uns morgen ins Exil geraten kann, und sei es mitten im eigenen Land", sagte Theaterintendantin Juliane Votteler.

Festivalleiter Joachim Lang erklärte: "Mit seinen Stücken, den Gedichten, Romanen, auch Drehbüchern, schuf Brecht im Exil ein Werk der Weltliteratur, das wie kein anderes die ,finsteren Zeiten' des vergangenen Jahrhunderts thematisiert, auch für die Nachgeborenen, die diesen ,finsteren Zeiten' entronnen sind. Er behandelte darin die Themen, mit denen wir heute konfrontiert sind: Flucht, Terror und Krieg. Brecht hatte nicht nur erfahren müssen, wie bedrohlich die Flucht war, sondern auch, wie es ist, in Länder zu gelangen, in denen man als Flüchtling nicht willkommen ist." Zum Auftakt wurde "Leben des Galilei" in einer einmaligen Inszenierung aufgeführt: Thomas Thieme stellte im Wechsel mit einem Kinderchor den Kampf gegen die Obrigkeit vor.
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