15 Jahre Sozialkaufhaus Contact

Roswitha Kugelmann bei ihrem Rückblick zur bisherigen Erfolgsgeschichte des Sozialkaufhaus Contact. Foto: Klaus Hechler

Im Dezember 1999 hat Roswitha Kugelmann den Verein Contact mit einer Handvoll Freiwilliger gegründet. Jetzt feierte das Team im Sozialkaufhaus Contact den 15. Geburtstag.

Die ersten Schritte der Erfolgsgeschichte waren die Gründung des ersten Contact-Ladens an der Bosch-Straße, des zweiten Ladens an der Herrenbachstraße und des dritten Ladens an der Friedberger Straße, so Kugelmann, bei der Begrüßung zahlreicher Gäste. Mit dabei waren auch Mitarbeiter der ersten Stunde und zahlreicher Mitarbeiter des Sozialkaufhauses. Einige stellte Kugelmann vor.

Ein Meilenstein in der unvergleichbaren Erfolgsgeschichte war vor fünf Jahren der Umzug ins Tal 8. Es dauerte sieben Tage, sechs Transporter waren nötig, bis alle Waren in die neue Heimat transportiert waren, betonte Kugelmann. Damals sei die Sorge groß gewesen, ob die Miete mit monatlich 19.300 Euro geschultert werden könne. Denn dafür sei ein Umsatz von monatlich 30.000 Euro nötig. Dies habe das Sozialkaufhaus auf Anhieb geschafft - der Wahnsinn schlechthin.

Mit viel Unterstützung sei Contact bisher über alle Klippen gekommen. In dem Sozialkaufhaus sind 120 Mitarbeiter beschäftigt, davon 60 überwiegend in Teilzeitarbeit und 60 Freiwillige - eine Dame sei schon 81 Jahre alt. Der Behindertenanteil betrage 20 Prozent. Über 85.000 Euro werden monatlich im Sozialkaufhaus umgesetzt. Probleme hab es zwischenzeitlich gegeben, als von der Bundesregierung die "Ein-Euro-Jobs" abgeschafft worden, dem Sozialkaufhaus eineinhalb Jahre lang Personal gefehlt habe.

Das Sozialkaufhaus hat ein umfangreiches Sortiment an Waren, das von Kleidung über Möbel bis zu Büchern reicht. Sechs Tonnen Waren werden täglich angeliefert. Die Sortierung von Hand ist auch eine umfangreiche Aufgabe. Übrige Waren - wenn es etwa zuviel wird und sie im Haus nicht mehr verkauft werden kann - gehe zum Beispiel als Spende nach Rumänien. Stolz ist Kugelmann auch auf den Gemeinschaftsgarten hinter der Einrichtung. Dankbar ist sie für Lebensmittel für die Verköstigung im Haus.

Zukunftsprojekt Öko-Dorf



Vor einem Jahr brachte der Verein das nächste Projekt, ein Öko-Dorf, zur Schaffung von Wohnplätzen auf den Weg und gründete dazu mit Hilfe der Stadtsparkasse eine Stiftung. Die erforderlichen 25.000 Euro für die Stiftungsgründung erbrachten Spenden. In den Strohballenhäusern des Öko-Dorfs sollen 200 Menschen leben.

Nun muss der Verein ein passendes Grundstück finden. Zehn Millionen Euro werden für das Projekt mit etwa zehn Hektar Fläche benötigt.
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