16 000 junge Kulturbesucher

Das Modular Festival 2015 war ein großer Erfolg, der größte bisher in der Geschichte des Jugendfestivals. Nun ist sein Fortbestand für die nächsten drei Jahre gesichert. Foto: Kristin Deibl

Anlässlich des Modular Festivals lud der Stadtjugendring Pressevertreter und Stadträte am Samstag zu einer Führung über das Festivalgelände im Kongress am Park ein. Heidi Hofstetter, Vorsitzende des Stadtjugendrings, und ihr Team sind begeistert von dem großen Andrang auf dem Modular. Wenn es nach ihnen ginge, fände das Festival jedes Jahr statt.

"Am Freitag waren wir komplett ausverkauft", berichtet Hofstetter. "Wenn wir das heute wieder schaffen, hat die Stadt Augsburg an zwei Tagen 16 000 Kulturbesucher erreicht. Darauf können wir stolz sein."

Strahlender Sonnenschein, das letzte Wochenende der Pfingstferien - einen besseren Zeitpunkt hätte man für ein Jugendfestival kaum finden können. Das Festival ist besonders für sein vielfältiges Programm aus den Bereichen Musik, Workshops sowie Kunst und Kultur beliebt.

In der Kongresshalle und draußen im Park war für Groß und Klein in der Tat einiges geboten. "Es ist uns ein Anliegen, dass auch die Kleinen schon in kulturelle Veranstaltungen hinein schnuppern können", erklärt Hofstetter. Beim "Modular Kids" in der Kongresshalle konnten sich so schon Kinder ab vier Jahren kreativ beschäftigen: Ob basteln mit Serviettentechnik, T-Shirts verzieren, mit einem DJ die eigene Musik aufnehmen oder einmal Festival-Reporter spielen, die Auswahl an Möglichkeiten war schon für die kleinsten Besucher groß.

Auch sonst war in der Halle viel geboten: Beim "auxtausch" konnte jeder aussortierte Klamotten mitbringen und dafür andere Kleidungsstücke mit nach Hause nehmen. Bei den "Modular Youngstars" durften sich Nachwuchstalente auf einer eigenen Bühne präsentieren. Wer gerne spielt, konnte sich im "Juze im Kleinformat" bei Brettspielen, Billard oder Tischkicker austoben.

Viele Besucher zog es bei dem schönen Wetter in den Außenbereich. Dort waren neben der Hauptbühne, auf der Bands wie Haftbefehl oder Wanda auftraten, vor allem der Kreativmarkt und Basar sehr beliebt. Hier drehte sich alles um Nachhaltigkeit, Fair-Trade und veganen Lebensstil. Alle Sitzgelegenheiten in diesem Bereich, wie Bänke und eine große Holzkuppel, wurden in Kooperation mit Bring-YourOwnElephant aus recycelten Brettern oder alten Paletten hergestellt.

"Eine der größten Neuerungen in diesem Jahr war außerdem, dass wir den See mit einbeziehen konnten. Dafür danken wir dem Ordnungsamt", erzählt Hofstetter. "So hatten wir eine viel größere Fläche zur Verfügung als im Jahr 2013 und konnten einen Biergarten und die Seebühne mit ins Programm aufnehmen."

Die Begeisterung über das Festival ist bei Heidi Hofstetter und den anderen Veranstaltern groß: "Wir würden uns wünschen, dass das Modular jedes Jahr stattfinden könnte." Das ist jedoch vor allem eine Frage der Finanzierung. Die Stadt Augsburg stellt für das Festival 120 000 Euro zur Verfügung. "Dafür muss die Jugend auch etwas tun. 170 ehrenamtliche Jugendliche helfen in allen Bereichen mit", erklärt Hofstetter das Konzept. Catering, die Organisation einzelner Veranstaltungen, Einlasskontrollen und vieles mehr würden von den jugendlichen Helfern abgedeckt. Am Ende bekämen sie dafür eine Bestätigung über ihr ehrenamtliches Engagement und wären um eine Erfahrung reicher. "Trotzdem brauchen wir auch Sponsoren. Ohne die geht es nicht." Denn der Ticketpreis soll niedrig bleiben, damit Jugendliche ihn auch von ihrem Taschengeld aufbringen können. "Es ist schließlich eine Kulturveranstaltung für die Jugend", findet Hofstetter.

Das diesjährige Modular war aus Sicht der Veranstalter jedenfalls ein voller Erfolg. Bis zum Samstagabend spielte auch das Wetter mit. Dann musste das Konzert von AnnenMayKantereit draußen vorzeitig abgebrochen werden. In der Kongresshalle ging die Party aber kurz darauf mit einem DJ weiter.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.