25 Jahre Sozialstation

Bürgermeister Stefan Kiefer lobte in seiner Rede die hohe Innovationsfreude und Flexibilität der Sozialstation. Foto: privat

70 000 Hausbesuche im vergangenen Jahr.

Die Sozialstation Herrenbach der Arbeiterwohlfahrt (AWO) feierte vor Kurzem im Mehr-Generationen-Treff in der Herrenbachstraße ihr 25. Jubiläum. Die Gründung der Sozialstation geht auf Richard Kohlberger zurück, der 1987 zwei Jahre vor seinem Tod im Alter von 76 Jahren, die „Richard und Traudl Kohlberger-Stiftung“ für die Förderung einer Sozialstation zur Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen gründete.

Karl-Heinz Schneider betonte in seiner Ansprache, dass Kohlberger kein typischer Stifter war. In Augsburg haben zwar Stiftungen eine große Tradition, aber meist erfolgen diese durch Wohlhabende. Kohlberger war ein Maschinenschlosser bei der MAN und stammte aus einfachen Verhältnissen. Mit Fleiß hatte er es zu einem bescheidenen Vermögen gebracht, das er in die Stiftung einbrachte. Richard Kohlberger war ein politischer Mensch, Gewerkschafter, SPD-Stadtrats- und Bundestagsmitglied.

Die Sozialstation Herrenbach nahm 1988 ihre Arbeit auf und war die erste Pflegeeinrichtung der AWO Augsburg. Begonnen wurde mit drei Pflegekräften in der Matthias-Claudius-Straße, inzwischen sind es 40 Mitarbeiter, die seit einem Jahr vom Standort Schwabencenter im Herrenbach, Spickel und Textilviertel unterwegs sind und mehr als 100 Patienten täglich versorgen. So war die Sozialstation im Jahr 2014 bei mehr als 70 000 Hausbesuchen bei ihren Patienten.

„Wir sind sehr stolz darauf, in diesen 25 Jahren mit unseren Diensten in der Altenhilfe eine so starke Entwicklung genommen zu haben und bedanken uns dafür insbesondere bei unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Werner Weishaupt, Sprecher der Geschäftsführung bei der AWO Augsburg.

Auch Festredner und Bürgermeister Stefan Kiefer lobte in seiner Rede die hohe Innovationsfreude und Flexibilität der Sozialstation: „Sie haben zum Beispiel mit dem einzigen ambulanten Nachtdienst in Augsburg immer wieder neue Wege gesucht und auch beschritten.“ Die Menschen werden immer älter und wollen möglichst lange zu Hause wohnen bleiben.

Die Politik müsse die Rahmenbedingungen dafür schaffen.
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