400 Streikende

Im Rahmen der aktuellen Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst fand am Montag, 11. Mai, der erste Tag des Erzwingungsstreiks im Verdi Bezirk Augsburg statt. Es nahmen insgesamt 400 Streikende teil. Mehr als 600 Streikende, solidarische Eltern und Bürger beteiligten sich an einer Menschenkette durch die Innenstadt.

Verdi-Streikleiter Stefan Jagel zeigt sich zufrieden mit dem ersten Streiktag: "Die kommunalen Arbeitgeber haben in den bisher fünf Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sind stinksauer auf die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte, die in Sonntagsreden die Wichtigkeit der Arbeit in den Sozial und Erziehungsberufen betonen, am Verhandlungstisch aber eine entsprechende Aufwertung verweigern." Je eher die Arbeitgeber ein Angebot vorlegten, desto schneller sei der Streik beendet.

Jagel betont, dass die Eltern und Kinder nicht die Adressaten des Streiks seien. Wie die Stadt Augsburg berichtet, wurden in den städtischen Kitas am ersten Streiktag knapp 1.000 Kinder betreut. Ungefähr ein Drittel der Pädagogen sei im Dienst gewesen. Trotz bereits genehmigter Urlaube und Krankmeldungen sei es damit gelungen, vielen Eltern in der Kita vor Ort eine Lösung anzubieten. Keine städtische Kita musste geschlossen werden.

Die voraussichtliche Situation für den 12. Mai ist für Eltern unter www.augsburg.de abrufbar.
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