42 000 Mal guten Rat gegeben

Gudrun Schubert , Vorsitzende des SkF, blickt auf die vergangenen 15 Jahre zurück. Foto: pba / Romana Kröling

Augsburg - Bereits seit 15 Jahren stehen die Mitarbeiter der katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen Paaren, schwangeren Frauen und Müttern bei. Bei einer Feierstunde hielten sie nun Rückschau.

Vor 15 Jahren habe eine "große Unsicherheit und Ungewissheit geherrscht, wie sich wohl alles entwickeln werde. Heute wissen wir, dass sich alles bestens entwickelt hat", sagte Gudrun Schubert, Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, dem die Beratungsstellen angehören. Dafür seien aber der Einsatz, die Motivation und das Durchhaltevermögen aller nötig gewesen. Alle Mitarbeiter hätten damit auf unterschiedlichste Weise dazu beigetragen, dass die Katholische Schwangerenberatung das sei, was sie sei, nämlich "eine wichtige Beratung, die von Anfang an ganz nah dran ist am Leben", sagte die Vorsitzende. Ständig müssten sich die Beraterinnen neu an die gesellschaftlichen Verhältnisse anpassen. Schwangerenberatung sei eine Herausforderung, die große Flexibilität und Offenheit für Neuerungen voraussetze. Wichtig sei dabei ein "ganzheitlicher Blick auf das gesamte Frauen- und Familienleben", so Schubert.

In kurzen Blitzlichtern stellten im Anschluss daran die Leiterinnen der Beratungsstellen die Arbeit der Schwangerenberatung vor. Große Herausforderungen seien neue Gesetze wie Hartz IV, das Elterngeld oder das Elterngeld Plus gewesen. Aber auch medizinische Errungenschaften wie die Pränataldiagnostik würden sie immer wieder neu fordern. 2002 sei die Außenstelle Neuburg eröffnet worden. Von Anfang an seien sehr viele Flüchtlingsfrauen zur Beratung gekommen, da eine Kaserne zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut worden sei. Eine Beraterin verglich die Beratungsarbeit mit einem Spontan-Theater: "Die Tür geht auf und man weiß nicht, was passiert." So seien die Beraterinnen mal informativ, mal orientierend, mal sortierend und klärend, dann wieder tröstend und mittragend an der Seite der (werdenden) Eltern. Auch im Bereich der Prävention seien die Beratungsstellen sehr aktiv. Und es gebe immer wieder neue Projekte, wie die Online-Beratung, die 2006 eingeführt worden war und heutzutage nicht mehr wegzudenken sei.

In den vergangenen 15 Jahren haben die Katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen mehr als 42 000 Ratsuchenden geholfen. Insgesamt wurden mehr als viereinhalb Millionen Euro aus dem Bischöflichen Hilfsfonds Pro Vita an hilfsbedürftige Schwangere beziehungsweise Frauen mit Kleinkindern ausgegeben. 19 Beraterinnen und zwölf Verwaltungskräfte sind in der Schwangerenberatung an 14, bald 15 Orten im Bistum Augsburg tätig.
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