47 Bäume müssen weg

Um eine Angst gleich vorne weg zu nehmen: Die Fuggerstraße bleibt eine Allee, auch wenn der Bauausschuss am Donnerstag der Fällung der dort aufgereihten 47 Bäume zugestimmt hat. Denn statt zwei Reihen wird es dort künftig vier Reihen Bäume geben, insgesamt 112.

Für Außenstehende ist es immer wieder erstaunlich, welche Dramen sich in der Fuggerstadt abspielen, sobald es darum geht Bäume zu fällen. Mittlerweile wird jeder Astschnitt von öffentlicher Seite angekündigt und begründet. Gute Gründe für die Fällung der 47 "Altbäume" in der Fuggerstraße gibt es auch jetzt.

So haben die Experten festgestellt, dass "die Größe der Kronen und der Zuwachs im Feinastbereich für Linden diesen Alters unterentwickelt sind". In den Kronen bilde sich immer wieder "Totholz". Auch die Wurzeln seien geschädigt, etwa durch "nachträglich erfolgte Sparteverlegungen und Salzschäden aus dem Winterdienst". Weil zudem die Starkwurzeln sehr dicht unter der Oberfläche liegen, befürchten die Gutachter erhebliche Schäden an den Bäumen beim Umbau der Fuggerstraße. Nach diesen Argumenten entschieden sich sowohl der Baukunstbeirat, als auch der Naturschutzbeirat, die Fällung zu empfehlen.

Martina Wild, Fraktionsvorsitzende der Grünen, lobt den Beschluss im Bauausschuss: "Es entstehen mitten in der Innenstadt ökologisch vorbildliche Wachstumsbedingungen für die neuen Bäume. Vorbildlich ist weiter, dass neben Linden auch Amberbäume und Gleditschien gepflanzt werden. Dies dient der Artenvielfalt und macht den Baumbestand resistenter gegen Krankheitsbefall."
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