600 Euro für neues Elefantenhaus - Stetten-Institut engagiert sich für den Zoo

Talitha Moser und Lina Braun überreichen Geldspende an Zoofreund Herbert Mainka. Foto: A. Lonnemann
 
Die beiden Stetten-Schülerinnen Talitha Moser (links) und Lina Braun mit Steinbock Alois
Auf dem Sommerfest des Stetten-Instituts hatten die beiden Schülerinnen Lina Braun und Talitha Moser etwa drei Stunden lang das Glücksrad des Zoos bedient und damit über 600 Euro eingenommen. Nun haben die beiden in Anwesenheit der beiden Augsburger Elefantendamen Targa und Burma das gesammelte Geld an Herbert Mainka als Vertreter des Freundeskreises des Augsburger Zoos überreicht. „Unser Glücksrad hatte sehr guten Zulauf, jeder der daran gedreht hat, hat etwas gewonnen, zum Beispiel kleine Magnete oder Eintrittskarten für den Zoo“, berichtet Lina Braun, die schon seit Jahren Mitglied des Freundeskreis ist und sich im Zoo perfekt auskennt. Es war ihre Idee, für das neue Elefantenhaus auch im Stetten Geld zu sammeln. „Wir freuen uns riesig, dass wir vom Stetten-Institut eine großzügige Spende bekommen haben. Damit kommen wir wieder einen Schritt weiter“, sagte Herbert Mainka. Das geplante neue Elefantenhaus soll rund 6 Millionen Euro kosten, davon will der Freundeskreis rund 750.000 Euro beisteuern.
Das Stetten hat vor kurzem auch die Patenschaft für den Alpensteinbock Alois übernommen. „Im Wappen des Stetten-Instituts, das ja auch das Wappen der Familie von Stetten ist, ist die Halbfigur eines springenden Steinbocks zu sehen“, berichtet Silke Stöcker, Mitarbeiterin im Direktorat des Stetten-Instituts. „Da hat es gut gepasst, das unsere Schule nun ein eigenes Patentier im Zoo hat“. Rund 200 Euro pro Jahr für Futterkosten muss die Schule nun für Alois aufbringen. Stöcker wünscht sich, dass dieses zukünftig mit einem Unterstufenprojekt verbunden werden soll.
Alois ist ein 15-jähriger Alpensteinbock, wurde im Zoo in Hoyerswerda geboren und der Leitbock seiner 10-köpfigen Herde. Im Zoo ist die Tierpflegerin Petra Ketterle für ihn verantwortlich. Sie findet an Steinböcken sympathisch, dass sie Wildtiere sind. „Die machen, was sie wollen. Wenn der tägliche Ablauf irgendwie anders als normalerweise ist, dann werden die sofort misstrauisch“, so Ketterle. Sie hat es aber dennoch geschafft, dass Alois sich so nah am Zaun aufgehalten hat, dass er gemeinsam mit zwei Stetten-Schülerinnen fotografiert werden konnte. Viele Adelsfamilien haben den Steinbock in ihrem Wappen, vor allem solche, die sich den Lebensraum mit Steinböcken teilen. Symbolisch stehen sie für Macht und Stärke. Auch im Tierkreis ist der Steinbock vorhanden. Schon in der antiken Mythologie spielte er eine wesentliche Rolle.
Das Stetten-Institut besteht aus einem Gymnasium mit sprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Ausrichtung und einer Realschule unter einem Dach (Realschulzweige: Wirtschaft, Französisch, Kunst und Soziales). Die Schulen sind staatlich anerkannt und befinden sich in evangelisch-lutherischer Trägerschaft, verstehen sich aber ausdrücklich als offen für Schülerinnen aller Religionszugehörigkeiten. In Tradition ihrer Gründerin Anna Barbara von Stetten werden ausschließlich weibliche Schülerinnen aufgenommen. Heute besuchen rund 1.100 Mädchen und junge Frauen die beiden Schulen, die auf einem weitläufigen Grundstück in der Augsburger Innenstadt liegen. In verschiedenen Projekten können Mädchen an den beiden Schulen forschen, musizieren, debattieren oder Theater spielen.
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