Ab Freitag drohen große Staus auf der B17

Autofahrer, die täglich auf der B17 unterwegs sind, brauchen ab Freitag, 27. März, starke Nerven. An diesem Tag starten die Vorbereitungen zur Einrichtung der Baustelle im Rahmen der Sanierung der B17. Die Fahrzeuglenker müssen sich auf große Staus einstellen. Es gibt nämlich meist nur eine Fahrspur in jede Richtung.

Experten rechnen durch die Baumaßnahme mit Kilometer langen Behinderungen. Dabei seien auch extreme und gefährliche Rückstaus über die Autobahn-Anschlussstelle Augsburg-West hinaus nicht auszuschließen, heißt es. Immerhin werde die B17 täglich von rund 70.000 Autofahrern frequentiert, informiert die IHK Schwaben, die sich um die Auswirkungen auf die Wirtschaftssituation wegen der erwarteten Staus sorgt. In der Baustellenzeit können nach Meinung der IHK nur etwa 25.000 und 30.000 Fahrzeuge die Bundesstraße passieren. Das führe zu einer erheblichen Staugefahr auch auf Ausweichstrecken.

Ähnlich sieht das Problem Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle. Er rechnet damit, dass ortskundige Autofahrer sich Schleichwege suchen werden. Das Stadtoberhaupt schlug deshalb vor, die Straßensanierung nur nachts und am Wochenende durchzuführen. Doch davon hält wiederum das zuständige Augsburger Tiefbauamt nicht viel. Eine Sperrung nur in diesen Zeitraum würde den Arbeiten nicht weiterhelfen. Zudem müsse man auch auf die Bedürfnisse der Anlieger achten. Die B17 im Augsburger Stadtgebiet ist mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte in Betrieb. Das habe deutliche Spuren hinterlassen, so die Stadt. "Der Belag ist abgefahren und es haben sich Spurrinnen gebildet. Eine Instandsetzung der Fahrbahn kann aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht mehr aufgeschoben werden", teilt sie mit. Dementsprechend wird die Straße nun zwischen den Anschlussstellen Holzweg und Stadtbergen saniert, aber auch die schadhafte Grundwasserwanne im Bereich der Bürgermeister-Ackermann-Straße kommt zur Reparatur.

Für die Sanierung hat die Stadt Augsburg einen Vier-Punkte-Plan erstellt. In den ersten beiden Bauphasen werden bis Donnerstag, 30. April, die Sanierung der undichten Grundwasserwanne vorbereitet, anschließend die dortigen Risse verpresst. Die Bauphasen 3 und 4 sind für Montag, 4. April, bis voraussichtlich Samstag, 6. Juni, angesetzt. Diese Arbeiten werden abschnittsweise zwischen den Anschlussstellen Stadtbergen und Holzweg abgewickelt. Zunächst werde der alte Asphalt abgefräst, so die Augsburger Bauverwaltung. Im nächsten Schritt erfolgen die Sanierung der Straßenentwässerung, die Erneuerung von beschädigten Schachtabdeckungen und Straßeneinläufe und letztlich der Einbau von zwei Schichten Asphalt. Für eine schnelle Abwicklung werde rund um die Uhr gearbeitet, versichert das Tiefbauamt.
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