Arm trotz Arbeit - Wenn’s zum Leben kaum reicht: BR sendet "Jetzt red i" aus Augsburg

Die Moderatoren Franziska Storz und Tilmann Schšöberl. (Foto: BR/Ralf Wilschewski)

Arm gegen Reich - die Kluft wird größer. Und in Augsburg wohnen laut Statistik die ärmsten Bürger Bayern. Deutschlandweit besitzen 10 Prozent der Haushalte inzwischen rund 60 Prozent des gesamten Nettovermögens. Obwohl die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosenquote niedrig ist, werden Geringverdiener immer ärmer. Es gibt auch Arbeitnehmer, die Vollzeit beschäftigt sind, aber trotzdem von ihrem Lohn nicht leben können.

Das hat die Bundesregierung in ihrem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht festgestellt. Die Sorge: Soziale Spannungen werden zunehmen, es droht die Spaltung der Gesellschaft. Soziale Gerechtigkeit wird wohl ein wichtiges Thema im Bundestagswahljahr 2017. Nach der SPD und der Linken haben auch andere Parteien das Thema für sich entdeckt. Aktuell gelten knapp 12 Prozent der Bayern als arm. Viele von ihnen können sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten.

Augsburg besonders arm dran

In der Arbeiterstadt Augsburg wohnen statistisch gesehen die ärmsten Bürger Bayerns. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei nur 18.400 Euro. Die Arbeitslosenquote in der einst florierenden Fuggerstadt ist zwar niedrig, aber nach dem Niedergang der Textilindustrie haben viele einen Job in der Logistikbranche gefunden. Leider oft nur als Leiharbeiter, gezahlt wird kaum mehr als der gesetzliche Mindestlohn.

Fragen der Gerechtigkeit

Arm trotz Arbeit: Muss die Politik gegensteuern? Soll der Mindestlohn angehoben werden? Muss die Leiharbeit abgeschafft werden? Sollen befristete Verträge erschwert werden? Wie kann die Kluft zwischen arm und reich geschlossen werden? Droht die Spaltung unserer Gesellschaft?

Wer, was, wann, wo

Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger mit Natascha Kohnen, Generalsekretärin der BayernSPD, Volker Ullrich, CSU-Bundestagsabgeordneter und Daniel Föst, FDP Generalsekretär Bayern am Mittwoch, 05. April im Neuen Hubertushof, Am Hubertusplatz 2, 86169 Augsburg. Der Einlass ist ab 19.15 Uhr, Sendungsbeginn um 20.15 Uhr.
Die Moderation übernehmen Tilmann Schöberl und Franziska Storz. Kostenlose Karten kann man über jetztredi@br.de reservieren oder unter 089/5900-25299, von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.

Auch online kann man sich an der Diskussion beteiligen, auf facebook oder per Mail an jetztredi@br.de.
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