Augsburg erstrahlt zur Mittsommernacht

Lange Kunstnacht Viel geboten war am Samstag zur Langen Nacht des Lichts. Foto: Kristin Deibl

Mehr als 150 musikalische und künstlerische Darbietungen ließen am Samstag zur Mittsommernacht die Augsburger Innenstadt erstrahlen. Mit Ausstellungen, Führungen, Konzerten, Shows, Theater und Lichtspiel war bei der Langen Nacht des Lichts für jeden Geschmack etwas geboten. Einzelne Veranstaltungen waren bereits kurz nach Beginn des Abends ausgebucht.

Den Auftakt zur Langen Kunstnacht machten pünktlich um 19 Uhr die Augsburger Philharmoniker und der Opernchor des Theaters im Goldenen Saal mit "oszillierendem Lichterglanz am musikalischen Firmament". Das Eröffnungskonzert stimmte die Besucher mit Klängen von Mozart bis Rossini auf den weiteren Abend ein.

Trotz des eher durchwachsenen Wetters zog es zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Veranstaltungen wie "Im Keller brennt noch Licht", ein Kurztrip durch die dunkle, verborgene Unterwelt des Theaters, waren trotz mehrfacher Wiederholung bereits kurz nach Beginn der Kunstnacht für den ganzen Abend ausgebucht. Bei mehr als fünfzig Spielorten war jedoch schnell eine Alternative gefunden.

So konnte man beispielsweise im Färberhof bei einem handgemachten Märchen der Schattenbühne Augsburg lernen, wie man das Glück findet. In Form von Schattenbildern und begleitet von Gitarren- und Geigenklängen wurde dort das turkmenische Märchen "Wenn das Glück am Wege liegt" aufgeführt. Es erzählt auf lehrreiche und humorvolle Art, wie ein Mann sich auf den Weg zu Gott macht, um sich über die ungerechte Verteilung von Glück und Pech auf der Welt zu beschweren.

Am Elias-Holl-Platz bewunderten kurz darauf viele Besucher die überlebensgroße Lichtfigur Dundu. Fünf Frauen und Männer waren nötig, um die rund 3,50 Meter große leuchtende Figur über den Platz zu bewegen. Mit Drehungen, Tänzen und Verbeugungen begeisterte Dundu seine Zuschauer.

Zur selben Zeit konnte man vor dem rot beleuchteten Rathaus Gerhard Schlich und Rudi Goldman begegnen, die als Laternenträger durch die Stadt wandelten. Gerhard Schlich ist daran gewöhnt, in seinem historischen Gewand herum zu laufen. Seit zwanzig Jahren schon macht er ehrenamtlich Führungen durch die Fuggerei. Am Samstag brachten die beiden als Patrizier und Nachtwächter mit Laternen Licht ins Dunkel der Innenstadt. Ebenfalls am Rathausplatz begeisterte die französische Compagnie Salamandre mit ihrer Feuershow "Rêve".

Um 24 Uhr waren die Darbietungen der Langen Nacht des Lichts zwar beendet. Wer aber noch nicht genug hatte, konnte beim Chillout in der Golden Glimmer Bar, bei Elektropop mit Lichtspektakel in der Soho Stage oder bei Jazz mit dem Tim Allhoff Trio feat. Johannes Enders im Thalia Kaffeehaus die Nacht ausklingen lassen.
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