Augsburg feiert wieder friedlich

Auch wenn in diesem Jahr erneut weniger Gäste die afa auf dem Messegelände besuchten, fällt die Bilanz der Aussteller positiv aus. Foto: Christine Wieser
 
Der Augsburger Plärrer erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Zum Teil mussten die Festzelte sogar geschlossen werden. Foto: Clarissa Beck

Drei Großveranstaltungen sind am Wochenende zu Ende gegangen, die Bilanzen fallen durchwachsen aus. Mit dem ruhigen Verlauf des Plärrers ist vor allem die Polizei zufrieden.

Nach dem Ende von Dult, Frühjahrsausstellung und Osterplärrer ist es Zeit für die Abrechnung. Doch nicht alle Beteiligten sind mit dem Verlauf der Großveranstaltungen in Augsburg zufrieden. Das wechselhafte Wetter und die Konkurrenz der Feste könnte den Veranstaltern in den vergangenen zwei Wochen Probleme bereitet haben.

Die Augsburger Frühjahrsausstellung (afa) hatte zum Beginn noch mit rund 100 000 Besuchern gerechnet. Die Zahlen blieben hinter diesen Erwartungen dann aber deutlich zurück. Etwa 83 300 Gäste kamen an den neun Ausstellungstagen auf das Messegelände - trotz Heimspiel des FC Augsburg am Samstag, Plärrer und Dult. Im vergangenen Jahr verbuchte die Messe noch 91 000 Besucher.

Der Rückgang der Besuchszahlen hat sich bereits nach den ersten fünf Messetagen abgezeichnet. Zur Halbzeit hatten etwa 51 000 Menschen die afa besucht. Im Vergleich zum Vorjahr lag man damit leicht zurück. Aber die entspannte, positive Stimmung unter den Ausstellern deutete an, dass das frühsommerliche Wetter die wirklich Interessierten nicht vom Besuch abhalten konnte. Die Bilanz der afa fällt trotz des Besucherrückgangs befriedigend aus. Vor allem geht mehr als die Hälfte der Aussteller von einem positiven Folgegeschäft aus.

Deutlich durchwachsener haben die Marktleute auf der Dult die vergangenen beiden Wochen erlebt. Während in der ersten Woche noch viele Besucher zwischen Vogel- und Jakobertor bummelten, besuchten in der zweiten Hälfte deutlich weniger Kunden die Frühjahrsdult. Der Verband der Marktkaufleute vermutet, dass es an den vielen parallelen Veranstaltungen gelegen haben könnte. Vor allem die afa könnte hier Gäste gekostet haben, glauben die Organisatoren.

Weiterhin ungebrochen ist die Beliebtheit des Augsburger Plärrers. Vor allem am vergangenen Wochenende pilgerten noch einmal viele Besucher auf den Festplatz, um das beinahe sommerliche Wetter auf Schwabens größtem Volksfest zu genießen. Gerade die erste Woche war für die Aussteller erfolgreich. Wegen des wechselhaften Wetters verlief die zweite Plärrerwoche etwas durchwachsener, aber insgesamt sind alle Beteiligten mit dem Verlauf sehr zufrieden.

Vor allem die Bierzelte erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Die beiden Festzelte waren zwischenzeitlich so überlaufen, dass die Eingänge vorübergehend geschlossen werden mussten.

Als am vergangenen Wochenende die Sonne noch einmal so richtig aufdrehte, bekamen die Augsburger so richtig Lust auf ihr Volksfest. Bei strahlendem Sonnenschein feierten sie den Abschluss ihres Osterplärrers. Die Konkurrenz der Großveranstaltungen, die parallel zum Plärrer liefen, war hier nicht zu spüren.

Auch die Polizei ist zufrieden mit dem Verlauf des Volksfestes. "Alles in allem war es ein äußerst friedlicher Plärrer", erklärte Polizeisprecher Siegfried Hartmann. "Die Besucher waren sehr vernünftig", berichtete er weiter. Insgesamt kamen nur etwa zwölf Körperverletzungen zur Anzeige und einige Diebstähle. Größere Schlägereien habe es gar nicht gegeben. "Besonders erfreulich ist, dass es keine einzige Widerstandshandlung gegen Polizeibeamte gegeben hat", freute sich Hartmann. Er sieht damit die Arbeit seiner Kollegen in der Polizeiinspektion Mitte bestätigt. Auf die Polizeipräsenz bei künftigen Volksfesten soll der ruhige Verlauf allerdings keine Auswirkungen haben.
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