Augsburg ganz schwarz

Mit Innovationspark, Technologiezentrum und der Ansiedlung von Forschungsinstituten hat Augsburg bereits viel getan, um die Faserverbundtechnologie voran zu treiben. Im kommenden Jahr stärkt die neue Faserverbundmaterial-Messe "Experience Composites" die Position der Fuggerstadt. Foto: Archiv/Dimitrios Pazaitis

Mit Innovationspark, Technologiezentrum und der Ansiedlung von Forschungsinstituten hat Augsburg bereits viel getan, um die Faserverbundtechnologie voran zu treiben. Im kommenden Jahr stärkt die neue Faserverbundmaterial-Messe "Experience Composites" die Position der Fuggerstadt.

Gerhard Reiter, Geschäftsführer der Messe Augsburg, glaubt an den Erfolg der Veranstaltung: "In Augsburg findet sich wie sonst an keinem Standort in Europa zum Themenkomplex Leichtbau, Faserverbund und Carbon ein relevantes Markt- und Branchenumfeld, dabei kommt uns die Nähe zum Augsburg Innovationspark, die direkte Nachbarschaft zum Carbon Composites e.V., dem wichtigsten und größten Netzwerk in diesem Bereich und nicht zuletzt die Unterstützung durch die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer für Schwaben und weiterer Befürworter in der Region sehr zugute."

Für die Messe hat sich ein starker Partner gefunden: die JEC Group. Diese Gruppe ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Industrieorganisation für Faserverbundmaterial mit einem Netzwerk von 250 000 Experten. "Augsburg ist ein starker Composites-Mittelpunkt und die JEC Group ist begeistert, Teil dieses vielversprechenden Projekts zu sein", erklärt Frédérique Mutel, die Vorsitzende der JEC -Gruppe. Sie berichtet vom schnellen Wachstum der Faserverbund-stoff-Industrie - laut ihr sind es fünf Prozent pro Jahr. Möglich sei das nur durch das Zusammenspiel von Politik, Industrie und Forschung. "Deutschland wendet dieses Modell im Bereich der Fasererverbundmaterialien perfekt an", lobt Mutel. Daher sei die Bundesrepublik ein Hauptakteur in der globalen Entwicklung der Composites-Industrie.

Unterstützung erhält die Messe auch vom Verein Carbon Composites (CCeV). Er ist der größte deutschsprachige Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen und deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe ab. CCeV vernetzt Forschung und Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Verein versteht sich als Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundwerkstoffen. Der Verein hat heute rund 300 Mitglieder, darunter 54 Forschungseinrichtungen, 45 Großunternehmen, 138 kleine und mittlere Unternehmen, 30 assoziierte Mitglieder sowie sechs unterstützende Organisationen.

Das Engagement für die "Experience Composites" begründet Alexander Gundling, Hauptgeschäftsführer bei Carbon Composites. Die Messe biete eine Plattform, "auf der die innovativen Unternehmen und Institutionen dieser Branche ihr enormes Know-how zeigen können". Zudem gebe es in Augsburg nicht nur einen Fachkongress und eine Messe, sondern Vor-Ort-Besichtigungen, Diskussions- und Bildungsrunden. "Damit wird eine völlig neue Konzeption der Präsentation umgesetzt, was zum innovativen Charakter der Branche und des Standortes sehr gut passt", so Gundling weiter.

Tatsächlich ist die Messe als "Multi Location Event" angelegt, was bedeutet, dass sie nicht allein auf das Messegelände beschränkt bleibt. Das Konzept beinhaltet neben der neuen Composites-Messe einen Kongress, den Besuch von anwendenden Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Schulungen und Trainings und Community-Events an unterschiedlichen Locations in Augsburg. Faserverbundmaterialien sollen veranschaulicht werden. "Durch unsere Erfahrung mit Spezialthemen am Standort, die kurzen Wege und hohe persönliche Betreuungsqualität haben wir hier ganz klar die besten Voraussetzungen für dieses Event", so Messechef Reiter.

Die neue Faserverbundmaterial-Messe "Experience Composites" findet in Augsburg von 21. bis 23. September 2016 statt.
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