Augsburg punktet bei den Radlern

Es ist ein verhalten positiver Trend, der sich für Augsburg abzeichnet: Die Radfahrer in der Stadt vergeben für die Verkehrssituation wieder bessere Noten und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kürte die Fuggerstadt zu einem Aufholer. Dennoch bleibt noch viel zu tun, um das Radfahren in der Stadt sicherer und angenehmer zu gestalten. Foto: Florian Winkler-Ohm (Archiv)

Es ist ein verhalten positiver Trend, der sich für Augsburg abzeichnet: Die Radfahrer in der Stadt vergeben für die Verkehrssituation wieder bessere Noten und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kürte die Fuggerstadt zu einem Aufholer. Dennoch bleibt noch viel zu tun, um das Radfahren in der Stadt sicherer und angenehmer zu gestalten.

Vor zwei Jahren hatte die Fuggerstadt in dem bundesweiten Vergleich noch den 32. Rang belegt. In diesem Jahr ist sie auf Platz 22 vorgerückt. Das ist das Ergebnis des diesjährigen Fahrradklimatests des ADFC. Hierbei waren die Radfahrer aufgerufen, ihre Städte mit Schulnoten zu bewerten. Kriterien waren das Verkehrsklima, Sicherheit, der Stellenwert des Radfahrens und der Komfort. Augsburg bekam in diesem Jahr eine 3,95. In der vorausgegangenen Umfrage vor zwei Jahren war es noch eine 4,28. Mit diesem Wert hat sich Augsburg im Ranking um zehn Plätze verbessert. Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich ist Münster mit einer Note von 2,5.

Weil sich der Wert für die Fuggerstadt in den vergangenen zwei Jahren so deutlich verbessert hat, kürte der ADFC Augsburg zu einem der beiden Aufholer in der Kategorie Städte mit bis zu 200 000 Einwohner. Ein Teil dieser Verbesserung ist sicherlich auch dem Projekt "Fahrradstadt 2020" zuzuschreiben. Hier hat sich Augsburg das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den Fahrradverkehr von bislang 15 auf 25 Prozent anzuheben. Dass sich hier etwas tut, nehmen die Augsburger Radler offenbar war.

Dennoch gab es viel Kritik. Zum Beispiel beim Punkt Fahrradmitnahme im öffentlichen Personennahverkehr. Dafür vergaben die Bewerter eine 5,1, denn das Mitnehmen von Rädern ist in Straßenbahnen bisher nur für Falträder gestattet. Bemängelt wurde zudem die Ampelschaltung und die Tatsache, dass viele Einbahnstraßen für Radler in der Gegenrichtung gesperrt sind.

Die Stadt versprach allerdings hier nachzubessern. Ampeln sollen überprüft und Fahrradfahrer sollen bald auch entgegen der vorgegebenen Fahrtrichtung in Einbahnstraßen fahren dürfen. Doch das sind nur zwei der angedachten Punkte, die im Rahmen der Fahrradstadt 2020 angegangen werden sollen. Für dieses Jahr will Augsburg eine Million Euro investieren, um die Änderungen umzusetzen. Im kommenden Jahr sollen es sogar 2,5 Millionen Euro sein.
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