Augsburger Geheimnisse: Wir suchen spannende Geschichten aus der Region

Licht auf Augsburgs Geheimnisse. Was es mit dem Stoinernen Mo auf sich hat, ist freilich lange geklärt. Doch in Augsburg schlummert noch so manches Mysterium. Zwei Autorinnen schicken sich an, den Augsburger Geheimnissen auf den Grund zu gehen und sie zu lüften. Dazu bitten Sie um die Hilfe der StadtZeitungs-Leser. Foto: David Libossek
 
Eva-Maria Bast (links) und Heike Thissen sind "Augsburger Geheimnissen" auf der Spur. Foto: Sabine Tesche


Warum hat in der Fuggerei fast jeder Klingelzug einen anderen Griff? Wo hängten die Augsburger im Mittelalter etwas an die große Glocke? Und welches Geheimnis verrät "dr Schtoinerne Ma", wenn man ihn ganz genau betrachtet? Das sind nur drei von insgesamt 50 Fragen, denen die Autorinnen Eva-Maria Bast und Heike Thissen in ihrem Buch "Augsburger Geheimnisse - 50 spannende Geschichten aus der Fuggerstadt" auf den Grund gehen. In Zusammenarbeit mit der StadtZeitung wird das knapp 200 Seiten starke Werk im kommenden Jahr erscheinen und ist damit Teil einer preisgekrönten Buch-Reihe, die inzwischen in 30 Ausgaben aus ganz Deutschland vorliegt. "Als wir vor fünf Jahren die Arbeit an den 'Geheimnissen der Heimat' begonnen haben, stand die Fuggerstadt schon auf der Liste von Städten, in denen wir zusammen mit den Einheimischen gern auf Geheimnissuche gehen wollten. Wir freuen uns sehr, dass wir das Projekt jetzt mit der StadtZeitung Augsburg und ihren Leserinnen und Lesern umsetzen können", erklärt Eva-Maria Bast.

Geheimnispaten gesucht

Für das Buch suchen die Autorinnen nach Relikten aus der Vergangenheit, anhand derer sich eine spannende Geschichte erzählen lässt; nach Dingen, an denen Passanten täglich vorbeilaufen, ohne sie wahrzunehmen. Oder bei denen sie sich fragen, was es damit eigentlich auf sich hat. Zum Konzept der Bücher gehört es, dass heimatverbundene Menschen ihr Sach- und Fachwissen weitergeben und damit dazu beitragen, dass dieses wertvolle Wissen über die Heimat nicht verloren geht. "Ohne die Geheimnispaten wäre unsere Arbeit gar nicht möglich. Wir schreiben die Geschichten zwar auf, aber ein Großteil des Wissens kommt von den Menschen, denen etwas an ihrer Heimat liegt", sagt Heike Thissen über die Arbeit an der Buchreihe. Für ein Sonderprodukt aus der Reihe der "Geheimnisse der Heimat" war sie bereits im Frühjahr auf Geheimnissuche in Augsburg und hat sich für "Geheimnisse der Redewendungen - 50 spannendeErklärungen, warum wir sagen, was wir sagen" (14,90 Euro, ISBN: 978-3-946581-09-3) mit der Stadtführerin Elisabeth Retsch auf die Suche nach dem Ursprung von verschiedenen Redewendungen gemacht. "Mir hat die Arbeit in Augsburg großen Spaß gemacht und ich freue mich sehr darauf, noch tiefer in die Geheimnisse der Stadt einzutauchen", erklärt die Autorin, die unweit von Augsburg aufgewachsen ist und daher schon immer einen besonderen Bezug zur Stadt hat.

Die Idee zur Reihe "Geheimnisse der Heimat" wurde im Advent 2011 geboren: Eva-Maria Bast, die in Überlingen am Bodensee wohnt, schrieb im dortigen Lokalteil der Tageszeitung Südkurier an jedem Tag im Advent eine solche Geheimnis-Geschichte. "Die Geschichten kamen gut an. Mich haben viele Leser gefragt, ob es nicht noch mehrere solcher Geheimnisse gibt", erinnert sich Bast an die Zeit vor fünf Jahren. Nicht nur die Leser haben die Bücher aus der Reihe "Geheimnisse der Heimat" in den vergangenen Jahren begeistert aufgenommen. Auch die Jury des Lokaljournalistenpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung war so angetan von der Idee, dass sie das Konzept in der Kategorie "Geschichte" auszeichnete.

Mit jedem Relikt, das im Augsburger Buch vorgestellt wird, lässt sich ein spannendes Stück Geschichte erzählen. "Wir wollen in allererster Linie Einheimische ansprechen", sagt Heike Thissen. "Aber wir hoffen, dass wir auch Touristen für das Buch begeistern können."

Eva-Maria Bast und Heike Thissen sind jetzt auf der Suche nach Augsburgern, die ein Geheimnis zum Buch beisteuern können. "Eigentlich kommt jeder Augsburger als Geheimnispate in Frage, der eine interessante Geschichte hinter einem Relikt kennt."
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