Augsburger Sommernächte: Juni-Fest in der Innenstadt

So dich gedrängt wie bei Max10 wird es bei den Augsburger Sommernächten nicht zugehen. (Foto: Archiv)

Es ist nicht ganz die erhoffte Rückkehr der Max-Straßenfeste. Doch mit den Augsburger Sommernächten dürfen die Augsburger und die Gäste aus dem Umland vom 23. bis 25. Juni endlich wieder in der Innenstadt feiern.

Citymanager Heinz Stinglwagner und sein Team haben gemeinsam mit zahlreichen Akteuren aus der Stadt ein Konzept erarbeitet, das Lust auf das dreitägige Fest am letzten Juni-Wochenende macht. Wie bei den Max-Festen wird von Donnerstag bis Samstag gefeiert. Auf dem Programm stehen Musik, Aktionen, Gastronomie und stimmungsvolle Beleuchtung. Anders als bei den Max-Festen soll nun nicht mehr allein die Maximilianstraße bespielt werden. Vielmehr erstreckt sich die Partyzone über die gesamte Fußgängerzone. Vor allem die neugestalteten Platzanlagen sollen mit einbezogen sein – diesen Auftrag hatte der Stadtrat an die City Initiative Augsburg als Veranstalter ausgegeben.
„Es soll ein Fest für alle sein“, betont Stinglwagner. Ein offenes Stadtfest, inhaltlich und räumlich, verspricht der Citymanager. Die Besucher aus dem Umland sollen einen „Aha-Effekt“ erleben, wenn sie sich in der aufgehübschten Innenstadt bewegen.
Und Bewegung ist das Stichwort. Anders als noch bei Max10 müssen sich die Festbesucher nicht mehr im dichten Gedränge durch schieben lassen. Auf der Maximilianstraße will Stinglwagner vier einzelne Festbereiche einrichten, jede mit eigenem Musik- und Gastronomieangebot. Durch diese Insellösung entstehen auf der Maximilianstraße weite Lücken, in denen sich die Leute freier bewegen können.
Die Standorte sind auf dem Ulrichsplatz, am Herkulesbrunnen, vor dem Hotel Drei Mohren und beim Lokal Massimiliano.
Eingebunden ist unter anderem auch der Schaezlergarten, wo die Besucher Jazz genießen können. Die Seniorenunion bespielt den Hof des Leopold-Mozart-Zentrums. „Es sind viele Elemente dabei, die schon aus den Max-Festen bekannt sind“, so Stinglwagner. Auch die aufwendige Ausleuchtung von Hausfassaden ist noch von Max10 in bester Erinnerung. Die Lichtspektakel finden heuer aber auf dem Rathausplatz statt. Hier soll es etwas ruhiger zugehen, zwar auch mit Musik, aber vor allem als Rückzugsfläche.

Stadt gibt 50.000 Euro dazu

Auch die anderen Plätze bieten jeweils unterschiedliches Programm. Auf dem Holbeinplatz in der Altstadt wird bayerische Wirtshausmusik gespielt, der Fuggerplatz und der Martin-Luther-Platz verwandeln sich in eine Jazz-Lounge, der Moritzplatz bietet Kinder- und Familienprogramm und in der Kurzen Maximilianstraße dürfen sich Hungrige am Angebot von sogenannten Food-Trucks laben. Auf dem Königsplatz dürfen sich die jüngeren Besucher austoben. Stinglwagner spricht von einem Jugendpark mit vielen Aktionen, Musik und mehr.
Allein diese Aufzählung macht klar: Eine abgeschlossene Festzone ist unmöglich, Einlasskontrollen gibt es deshalb nicht. Sorgen um die Sicherheit hat Stinglwagner nicht. Im Gegenteil sei „Sicherheit das oberste Gebot“ gewesen bei der Erarbeitung des Konzepts. Er sei dazu immer in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden gewesen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, versichert Stinglwagner. 2011 war eine Neuauflage der Max-Feste an Sicherheitsbedenken und den hohen Auflagen gescheitert.
Ein Fest dieses Ausmaßes hat ihren Preis. Der Citymanager rechnet mit 250 000 Euro, nicht berücksichtigt sind in dieser Summe die Sachleistungen einiger Partner. Überhaupt muss Stinglwagner das Fest über Sponsoren und Kooperationen finanzieren. Die Stadt springt mit maximal 50 000 Euro ein, sollte am Ende ein Loch in der Kasse bleiben. OB Kurt Gribl ist jedenfalls optimistisch gespannt auf die Augsburger Sommernächte. Sie seien eine gute Gelegenheit, um Spaß zu haben und die „Stadt zu leben“.
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