Aus für Giraffen-Haltung im Augsburger Zoo

Der endgültige Obduktionsbefund zum Tod von Giraffen-Weibchen Luna liegt nun vor. Künftig wird es im Augsburger Zoo wohl keine Giraffen mehr geben.

Nach dem Tod des Weibchens Luna beschäftigte sich der Zoo auch mit der Frage, ob weiterhin Giraffen in Augsburg gehalten werden können. Inzwischen ist der endgültige Obduktionsbefund eingetroffen. Ergebnis: Luna hatte eine hochgradige Darmentzündung, die zu einer Auszehrung und Schwächung geführt hat. Ob in diesem Zusammenhang Koliken eine Rolle gespielt haben, sei nicht endgültig zu klären, so die Zooverwaltung. Die Schwächung habe dazu geführt, dass Luna nicht mehr aufstehen konnte. An den Beinen wurde keine Verletzung, wie ein Beinbruch oder ein Bänderriß festgestellt.

Wie der Zoo mitteilte, sei es nach den neuen Haltungsvorgaben "leider nicht möglich, weiterhin Giraffen zu halten". In den nächsten Tagen müsse daher mit einer Thermokamera geklärt werden, ob eine Schwangerschaft bei Giraffe Tanisha vorliegt. Sollte dies nicht der Fall sein, werde sie in Absprache mit dem Zuchtbuchführer zeitnah an einen anderen Zoo abgegeben.

Über einen Neubau eines Giraffenhauses zusammen mit den angrenzenden Gebäuden, dem Zebra- und dem Antilopenstall, werde jedoch auch nachgedacht, dies könne allerdings frühestens nach der neuen Elefantenanlage realisiert werden.

Erste Tierbabys des Jahres


Für die geplante neue Elefantenanlage seien die vorbereitenden Arbeiten zügig fortgeschritten. Auch über die ersten Tierbabys des Jahres kann sich der Zoo freuen: Wieder wurden drei Erdmännchen geboren, die diese Gruppe auf insgesamt 17 Tiere anwachsen lassen. Bei den Rotbüffeln wurde ein Stierkalb geboren und auf den Namen Eric getauft. Inzwischen hat der junge Stier schon erste Bekanntschaft mit seinen Mitbewohnern, den Pavianen gemacht. Dort wurde ebenfalls ein männliches Jungtier geboren.

In den vergangenen Tagen sei zudem fleißig an der begehbaren Vogelvoliere gearbeitet worden, so die Zooverwaltung. Die Schleuse sei nun fertig gestellt. Jetzt seien nur noch wenige Restarbeiten im Innenraum durchzuführen bis dann, wenn es nun wirklich wärmer werden sollte, die Vögel das Gehege betreten können. Wenn diese sich eingewöhnt haben, kann die Voliere auch für die Besucher geöffnet werden.
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