„Ausgestopft & Zugenäht“ zeigt textile Kunst im Friedberger Museum

Der Stadtrat stimmt erneut für eine Ausstellung der Künstlerin Alraune Siebert in der Herzogstadt. Ende des Jahres wird die Ausstellung zu sehen sein.

"Es war die erfolgreichste Ausstellung die wir jemals hatten", sagte Dr. Alice Arnold-Becker, Museumsleiterin im Museum des Friedeberger Schlosses. "In Hülle mit Fülle" lockte 12 750 Besucher in die Textilausstellung der Künstlerin Alraune Siebert. "Das war ein neuer Besucherrekord für das Museum", bestätigt auch Kulturchef Frank Büschel. Jetzt ist eine erneute Ausstellung geplant.

Die Künstlerin Stefanie Alraune Siebert zeigte über mehrere Monate opulente Festgelage. Der Clou an ihrer Ausstellung war, dass alles aus Stoff genäht war. Von den Figuren bis zur Champagnerflasche auf dem Festtisch. Den Friedbergern gefiel die außergewöhnliche Kunst. 12 750 Besucher zählte das Museum am Ende der Ausstellung. Damit war „In Hülle mit Fülle“ die erfolgreichste Sonderausstellung die jemals im Museum des Wittelsbacher Schlosses gezeigt wurde. Grund genug sowohl für die Stadt als auch für die Künstlerin selbst über ein neues Gastspiel in Friedberg nachzudenken.

Vergangene Woche gab der Kultur- und Sportausschuss in Friedberg hierfür das „grüne Licht“ für überplanmäßige Mittel in Höhe von 20 000 Euro. Mit diesem Geld soll die Ausstellung voraussichtlich ab November bis zum Umbau im Frühjahr 2013 eingekauft werden. Die Stadt rechnet damit, die Ausgaben über Eintrittsgelder uns Sponsoring gegenfinanzieren zu können. „Bei der letzten Ausstellung von Siebert haben alleine die Eintrittsgelder diesen Betrag gedeckt“, sagte Büschel.

Unglaubliche Szenerien sollen in der neuen Alraune-Ausstellung „Ausgestopft & Zugenäht“ die Besucher begeistern. Es geht um höchst wundersame Fähigkeiten und Rekorde: ein Magier, der Jungfrauen zersägt, der wiedererwachte Geist von Salvador Dali oder eine Verschmelzungsnummer mit einem Riesenkraken.

Während die einen Besucher am Roulettetisch mitfiebern, gruseln sich die anderen vor der verfressenen Würgeschlange Gala oder sind einfach nur entzückt, ob der Schaumbadnummer des in einen Frosch verwandelten Professors Prinzhorn. Natürlich wird auch diese Ausstellung wieder komplett aus Stoff genäht sein.

Die Stadt möchte nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Alraune und dem Museum im Wittelsbacher Schloss die Gelegenheit nutzen, die weiche Kunst der Alraune noch einmal in Friedberg zu genießen, bevor die Künstlerin ihr eigenes Museumsdomizil in Haigerloch eröffnet. In der Abstimmung stimmte lediglich Marion Brülls (Grüne) gegen den Vorschlag, da sie sich mehr Abwechslung für eine Ausstellung wünscht. Da die Mehrheit jedoch für den Vorschlag war, dürfen sich Alraune-Fans auf ein neues Gastspiel zum Ende des Jahres freuen.

Die Alternative wäre gewesen, die derzeit laufende Archäologie-Ausstellung um einige Wochen zu verlängern. Diese läuft nach aktuellen Ausgaben trotz anfangs verhaltenem Zulaufs inzwischen mit recht annehmbaren Besuchszahlen. So bleibt zu hoffen, dass auch das zweite Gastspiel von Siebert in Friedberg wiederum ein so großartiger Erfolg für das Museum wird.
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