Bäcker-Innung kritisiert aggressives Verhalten der NGG

Die bayerische Bäcker-Innung wehrt sich gegen die Vorwürfe der Gewerkschaft NGG. Foto: Symbolbild: ©kabvisio / 123rf.de

Die bayerische Bäcker-Innung wehrt sich gegen Vorwürfe der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die Innung wolle einen Horror-Katalog an enormen Einschnitten vornehmen, hatte die NGG kritisiert.

Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte, fürchteten die 1200 Augsburger Bäcker nach der Kündigung ihres Tarifvertrags durch die bayerische Bäcker-Innung nun einen wahren "Horror-Katalog" an enormen Einschnitten (wir berichteten). Die NGG wolle sich dagegen mit aller Kraft zur Wehr setzen.

Der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk betrachte die aggressive Vorgehensweise der NGG mit völligem Unverständnis, erklärt nun Heinz Hoffmann, Landesinnungsmeister des bayerischen Bäckerhandwerks. Die NGG verderbe mit ihrer Informationspolitik das Verhandlungsklima. Er weist ausdrücklich darauf hin, "dass die Kündigung eines Tarifvertrags kein Zeichen besonderer Ablehnung des Vertragspartners oder der eigenen mangelnden Vertragstreue ist, sondern das reguläre und einzige Mittel, am Ende der Vertragslaufzeit Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag herbeizuführen".

Daher habe der Verband die NGG ausdrücklich aufgefordert, in die Verhandlungen über einen Neuabschluss einzutreten. "Leider", sagt Hoffmann, "hat die NGG sechs Wochen gebraucht, um auf unser Verhandlungsangebot zu antworten. Und dass bis zur Aufnahme der Verhandlungen nun nochmals mehr als vier Wochen vergehen sollen, zeigt, dass der NGG die Stimmungsmache gegen die Arbeitgeber wichtiger ist als die Erzielung von konkreten Ergebnissen."

Ergänzend weist der Verband darauf hin, dass alle Arbeitgeber sehr wohl um den Wert ihrer Mitarbeiter wüssten und dementsprechend natürlich am Erhalt des sozialen Friedens interessiert seien.

Im Wesentlichen zielten die vom Verband geforderten Tarifänderungen auf Klarstellungen oder notwendig gewordene Anpassungen an die geänderte Rechtslage ab, erklärt Hoffmann. Es gehe um einen gerechten Ausgleich der Interessen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite.
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