Baubeginn für vier Lärmschutzwände am Augsburger Hauptbahnhof und in Oberhausen

Die Stadt plant eine Erweiterung von fünf Lärmschutzwänden auf acht. Bis zum Jahre 2022 will die Stadt die Bauarbeiten abgeschlossen haben. Mögliche Risiken für die Anwohner gibt es trotzdem. (Foto: Symbolbild_Gleise)

Augsburg ist dabei Lärmschutzwände in Rahmen eines Programms der Deutschen Bahn zu errichten. Durch das zügige Vorankommen der Bauarbeiten plant die Stadt weitere Sanierungen.

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet die Bahn in Augsburg insgesamt acht Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 6121 Metern.
Mit dem Bau von vier Lärmschutzwänden im Stadtteil Bärenkeller wurde bereits im Sommer 2015 begonnen. Ab Juni 2017 beginnt nun auch der Bau von vier Wänden nördlich des Augsburger Hauptbahnhofes und im Stadtteil Oberhausen.
Die erste Lärmschutzwand liegt auf der Westseite des Augsburger Hauptbahnhofes auf Höhe der Johannes-Rösle-Straße.
Hier werden zunächst 150 von 505 Metern errichtet. Die Lärmschutzwand drei liegt gegenüber auf der Ostseite in Höhe der Sieglinden- und Dammstraße.
Hier werden zunächst 370 von 540 Metern gebaut. Die verbleibenden Lücken werden erst geschlossen, wenn die Erneuerung von Gleisen und Oberleitungen im Zusammenhang mit dem Umbau des Augsburger Hauptbahnhofes abgeschlossen ist.

Drei weitere Lärmschutzwände werden gebaut: Bis 2022 sollen die Mammutarbeiten fertig werden

Auch die Bauarbeiten für die beiden Lärmschutzwände zwei und vier im Stadtteil Oberhausen beginnen im Juni 2017. Die zweite Lärmschutzwand an der Grenzstraße westlich der Gleise wird 640 Meter lang. Die LSW 4 wird auf insgesamt 1795 Metern auf der Ostseite des Bahnhofs Oberhausen verlaufen. Die genannten vier Wände sollen mit Ausnahme der Lücken bis Jahresende 2018 fertig gestellt sein.
Dafür werden rund fünf Millionen Euro investiert.
Die bereits im Bau befindlichen Lärmschutzwände fünf bis acht im Stadtteil Bärenkeller sollen weitgehend bis zur Jahresmitte 2017 fertig errichtet sein.
Die Gesamtinvestition für diese vier Wände beträgt rund 3,9 Millionen Euro.
Hier bleibt lediglich bei der fünften Lärmschutzwand noch so lange eine Lücke, bis ein in diesem Bereich zu bauendes brückenartiges Kreuzungsbauwerk fertig gestellt ist. Nach aktueller Planung hofft die Bahn, die genannten Lücken in den Lärmschutzwänden eins, drei und fünf bis zum Jahresende 2022 schließen zu können.

Trotz technischer Maßnahmen: Eine Beeinträchtigung durch Lärm und Staub ist dennoch möglich

Viele Arbeiten an den Wänden können nur vom Gleis aus durchgeführt werden. Dafür sind Gleissperrungen notwendig, die oft in der Nacht liegen. Deshalb wird rund um die Uhr gebaut; nachts vor allem vom Gleis aus, tagsüber in Bereichen, die von außen zugänglich sind. Obwohl die Bahn moderne lärmgedämmte Baumaschinen einsetzt, kann es zu Beeinträchtigungen durch Baulärm oder Staub kommen. Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis. Die neuen LSW sind drei Meter hoch und bestehen aus doppelwandigen, beidseits gelochten Aluminiumblechen. Die Alublechlamellen werden in Stützen eingeschoben, die mit Fundamenten tief im Erdboden verankert sind. Lärmintensiv sind besonders die Arbeiten an den Fundamenten.
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