Behelfsbrücken stehen

Behelfsbrücken am Hauptbahnhof In fünf Gütergleise am Hauptbahnhof wurden Behelfsbrücken eingebaut. Damit kann darunter der Tunnel für die Tram ausgehoben werden, ohne den Güterverkehr zu beeinträchtigen. Foto: swa / Martin Müller
Für den Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof haben die Arbeiten im Bereich der Gütergleise an Fahrt aufgenommen. Fünf Gleise sind jetzt mit Behelfsbrücken für den weiteren Bau vorbereitet worden.

Dafür wurden Abschnitte aus den Gleisen ausgebaut. An den Stellen, an denen künftig der Tunnel unter den Gleisen verläuft, wurden Behelfsbrücken errichtet. So kann später das Erdreich darunter für den Tunnelbau ausgegraben werden, ohne den Güterverkehr wesentlich zu beeinträchtigen.

In den vergangenen Wochen liefen dafür die Vorbereitungen. Zunächst wurden mit einem Bohrgerät Stahlträger als Fundamente ins Erdreich eingebracht. Darauf wurden jetzt die bis zu 20 Meter langen Behelfsbrückenteile gelegt und die Gleise wieder montiert.

Gleichzeitig wird der Boden im Bereich der Baustelle nach und nach mit Sonden auf mögliche Sprengmittel, also Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Die Arbeiter haben auch einen unerwarteten Fund gemacht: Einen 30 Meter langen und etwa fünf Meter breiten unterirdischen Betonbunker, der in keiner Karte eingezeichnet war und von dem niemand wusste. Noch ist nicht klar welchem Zweck der Bunker diente und aus welcher Zeit er stammt. Nachdem das stabile Bauwerk im Bereich der künftigen unterirdischen Wendeschleife der Straßenbahn liegt, muss es abgebrochen werden. Auf den Zeitplan hat das keine Auswirkungen.

Weiterhin werden in den kommenden Wochen für den Verbau der Tunnelbaugrube mit dem Bohrgerät Stahlträger in den Boden eingebracht. Im Bereich der künftigen Böschung der Tunnelausfahrt an der Rosenaustraße werden ab Juli auf der Südseite mit einem weiteren Bohrgerät Betonbohrpfähle als Stützwände in die Erde eingebracht. Ab August bis Jahresende wird die rund 70 Meter lange und bis zu 14 Meter tiefe Baugrube ausgebaggert. Gleichzeitig wird der etwa 50 Meter lange Einschnitt in die Hangkante von der Rosenaustraße bis zur Tunneleinfahrt ausgehoben.
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